Blogparade, Geburt, Schwangerschaft

#Blogparade – Meine Wahrheit über`s Kinderkriegen: Kinderseelen, Kotzen und Klimax

Nachdem die liebe Berenice von phinabelle meinen Text über das vermeintliche Beckenmissverhältnis gelesen hatte und völlig begeistert davon war, hat sie mich gefragt, ob ich auch einen Beitrag zu ihrer #Blogparade – Meine Wahrheit über`s Kinderkriegen schreiben würde. Ich habe sofort zugesagt, obwohl ich noch gar nicht so recht wusste, ob ich es zeitlich überhaupt schaffe… Aber auf den letzten Drücker, ist immer noch rechtzeitig 😉 !


Kinderwunsch

So, jetzt werden mich gleich einige für völlig verrückt und esoterisch abstempeln, aber dass ist mir völlig egal, da ich davon überzeugt bin, dass es bei uns genauso war! Aber warum soll es eigentlich gehen? Um Kinderseelen! Ich glaube ganz persönlich daran, dass es einen physischen Körper gibt, den Fötus, der einer Seele ein zu Hause gibt. Diese Seelen sind mitunter schon länger bei uns. Begleiten uns und warten auf unser OK 😉 … Dann müssen wir sie nur noch zu uns bitten, aber manchmal müssen auch wir warten können, da es für diese Seele eben noch nicht die rechte Zeit ist. Vielleicht hat sie noch eine andere Aufgabe zu erledigen oder sie wartet noch auf jemanden… {Einen tollen Text mit ähnlichen Überlegungen hat Tanja von HerzBauchWerk geschrieben, den ihr hier nachlesen könnt.}

Wenn man warten muss…

Die Kinderwunschzeit bei unserem ersten Kind dauerte eine gefühlte Ewigkeit, auch wenn sie in Wirklichkeit nur etwa 6 Monate lang war. Alle Frauen – wirklich ALLE – in meinem näheren und ferneren Umfeld wurden schwanger: nur ich nicht 😦 … Aber halt, da gab es noch eine andere Gallierin, die ebenso wie ich unschwanger durchs Leben schritt. Meine Freundin! Wir hielten also zusammen. Als wir schon am Rande des Wahnsinns waren, passierte das Wunder: wir wurden tatsächlich fast zeitgleich schwanger! So als hätten wir uns verabredet, aber ich glaube nicht WIR haben uns verabredet, sondern unsere beiden Söhne – oder besser gesagt: ihre Seelen! Sie haben aufeinander gewartet. Die eine war wohl noch nicht „frei“ oder bereit zu kommen. So lies die andere auch auf sich warten. Und diese verrückte Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn es passierten noch einige unerklärliche kleine Wunder NotYet. Dann setzten bei ihr viel zu früh geburtswirksame Wehen ein, der Muttermund öffnete sich auf etwa 8cm – notfallmäßiger Krankentransport in die nächste Uni-Klinik. Dort sagten ihr die Ärzte, dass sie die Geburt niemals aufhalten könnten, aber mit Hilfe des Wehenhemmers versuchen werden, die Zeit von der Lungenreifungsspritze zu überbrücken! Sie lag 3 Tage im Kreissaal, auf dem Bauch schon der angezeichnete Kaiserschnittverlauf und dann passierte etwas unerklärliches: Die Geburt stoppte!!! Gegen alle Voraussagen der Ärzte, gegen alle Wahrscheinlichkeit, aber sie stoppte – für eine sehr lange Zeitspanne: exakt einen Monat lang. Dann kurz vor dem ET von NotYet gebar meine Freundin ihren Sohn 48! Stunden später kam auch mein Kind im selben Krankenhaus auf die Welt. Sie hatten sich abgesprochen, sie hatten ihren Plan und er ist anscheinend aufgegangen, denn: die beiden haben bis heute eine besondere Beziehung zueinander

Ich bitte dich ganz offiziell zu mir…

Bei BusyBee war es etwas anders gestaltet. Ich war lange nicht bereit für ein weiteres Kind nach der traumatischen Geburtserfahrung mit NotYet… Wir „übten“ zwar schon, aber innerlich war ich noch nicht vollends bereit. Ich machte dicht, wenn die obligatorische Frage nach dem zweiten Kind kam und leugnete, dass wir ein weiteres planen würden… 😦 Dann bei einem Besuch in Hamburg öffnete ich mein Herz und erzählte einer Freundin davon. Ich gestand ihr, dass ich schon seit einiger Zeit eine Kinderseele in meiner Nähe spüren würde, die wartete – auf mich. Ich traute mich aber bisher nicht sie zu mir zu bitten. Aber genau an diesem sonnigen und wirklich schönen Novembertag in einem Park in Hamburg tat ich es – ganz bewusst, von ganzen Herzen und mit voller Überzeugung empfing ich diese so sture, kleine Seele, die so lange ausgeharrt hat.  Und was soll ich sagen: das Wochenende war sehr fruchtbar 😉 …

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wegweisend

Schwangerschaft

Was mich beide Schwangerschaften gelehrt haben? KOTZEN! Da bin ich jetzt ein PRO(fi)… Ob das rühmlich ist, weiß ich nicht. Aber ich kann von mir behaupten – und da bin ich doch etwas stolz drauf: ich kann mich in jeder Situation und Lebenslage übergeben. Und das will gelernt sein! Meine Trainingseinheiten dauerten länger als im üblichen Durchschnitt veranschlagt. Ich kriegte den Hals wohl nicht voll… äh… leer genug 😂. In der ersten Schwangerschaft habe ich mich regelmäßig bis zur 18. SSW auf der Toilette wieder gefunden. Meine damalige Hebamme prophezeite mir schon, dass es beim nächsten Kind vermutlich noch etwas länger dauern könnte… Und sie sollte Recht behalten.

Das große Kotzen

Es fing schon VOR dem positiven Schwangerschaftstest an… Ich kotze aus Leibeskräften und mein Mann meinte nur trocken:

„Bist schwanger, oder?“

DIE Vermutung hegte ich auch… 😦 Und es war heftiger als beim ersten Mal – wesentlich heftiger! Bis zu 12 Mal am Tag musste ich mich übergeben – auch Nachts! Ich „ernährte“ mich AUSSCHLIESSLICH – und das meine ich vollkommen ernst – von Blutorangen in allen möglichen Variationen. Mit Gewichtsproblemen hatte ich nicht zu kämpfen – die Pfunde purzelten nur so dahin, so dass ich bis zur 28. SSW stetig abnahm – zu mindestens an Gewicht, der Bauch wuchs trotz allem fröhlich weiter. Somit verzeichnete ich am Ende dieser zweiten Schwangerschaft eine Gewichtszunahme von nur 6 kg – die dicke kleine Hummel BusyBee nahm davon für sich schon mal 3730g in Anspruch 🙂

„Mama, wollen wir spucken spielen?“

Woran erkennt man, dass man nicht mehr unter einer „normalen“ Schwangerschaftsübelkeit leidet? Ja richtig, dein eigenes Kind spielt gerne und ausdauernd „Kotzen“… 😦 Nein, ich korrigiere mich: es ist sein LIEBLINGSSPIEL!!! Und es führt dies dann auch ungefragt allen Gästen des Hauses begeistert vor… Mama darf auch ran und mitmachen… Rückblickend lustig – IN der Situation demütigend, aber man konnte es ihm nicht verübeln (oh Gott, diese Wortwendungen… 😉 ). Er verbrachte schließlich die meiste Zeit des Tages mit seiner Mutter auf Toilette, streichelte mich den Rücken, hielt mein Haar zur Seite oder reichte mich Toilettenpapier, um mir den Mund abzuwischen. Ja, auch er war ein PRO(fi) geworden… #ausgründen

„gelber Nebel“ oder wie mir Hypnobirthing schon IN der Schwangerschaft half

Ich spukte also aus Leibeskräften bis etwa zur 24. SSW weiter, dann entdeckte ich, dass die Regenbogenentspannung aus meinem Hypnobirthingkurs einen angenehmen Nebeneffekt hatte: immer wenn die Stelle mit dem gelben Nebel kam und der meinen Magen entspannen sollte, ging es mir besser. Die Übelkeit war weg, wenn der gelbe Nebel da war. Als ich DAS erkannte, beschwor ich diesen Nebel vor meinem geistigen Auge empor und siehe da: die Übelkeit zog von dannen. Zuverlässig. Immer. Wie ein Wunder

Geburt

Das Spektrum meiner persönlichen Geburtsrealität ist sehr weit gefächert – vielleicht weiter als bei anderen. Ein Gesamtbild umfasst die dunkelste Stunde und die hellste – gleichberechtigt nebeneinander -, zusammen bilden sie das Spektrum meiner persönlichen Geburtsrealität, die mein Sein, mein Denken, mein Fühlen und mein Handeln geprägt hat.

traumatische Gewalterfahrungen

Was mir niemand vorher verriet und was ich in meinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten habe, widerfuhr mir bei meiner ersten Geburt. Gefangen in einer Interventionsspirale, misshandelt – physisch und psychisch – von der diensthabenden Hebamme, geschändet, gequält und letztendlich wie ein Stück Vieh auf der Schlachtbank aufgeschnitten und meines Kindes beraubt. TRAUMATISCH – so traumatisch, dass daraus eine postraumatische Belastungsstörung wurde, die ich mit Hilfe einer Therapie mit EMDR behandeln lasse.

lustvoller Klimax

Ja, ihr lest genau richtig: ich hatte einen ORGASMUS – einen Höhepunkt, einen Klimax – während meiner zweiten Geburt 🙂 ! Bevor ihr mir jetzt den Vogel zeigt, möchte ich anmerken, dass ich selbst davon auch noch nichts gehört hatte – bis, ja bis es mir widerfahren ist 😉 . Nach der ersten traumatischen Geburt habe ich mich für die zweite mit Hypnobirthing vorbereitet, also hatte ich schon im Kopf, dass es möglich ist eine schmerzfreie Geburt zu erleben. Fand ich zwar abgefahren nach meinen eigenen Erfahrungen bei der ersten, aber Ok. Als ich in der Austreibungsphase tiefenentspannt auf dem Gebärhocker saß und BusyBee hinausatmete – das macht man beim Hypnobirthing nämlich so – war ich erst einmal erstaunt, als ich so etwas wie Lust empfand. Kann das sein? Darf das sein? Die Hebamme sagte, ich könne mitschieben – ich dachte: die ist ja verrückt, dann geht es ja schneller vorbei! Ich fing an, das langsame Herausgleiten des Kindes zu genießen. Bei der Geburt des Kopfes erlebte ich meinen lustvoll-ekstatischen Höhepunkt. Meine ersten Worte sagen wohl alles:

„Ich könnte sofort wieder!“

Alle schauten mich völlig verdutzt an. Verständlich! Ich hätte jeden für verrückt erklärt, der mir vorher von einem Orgasmus unter der Geburt erzählt hätte. Für mich war es ebenso abwegig, wie die Gewalt unter der Geburt… In der folgenden Zeit informierte ich mich im Internet und stieß schließlich auf den Begriff: #Geburtslust, den ich persönlich treffender finde, als Orgasmus. Und falls sich jetzt einige von euch Fragen mögen, kann ich euch versichern:

Ich bin alles andere als schmerzgeil! Ich bin hochsensibel und zudem lange Schmerzpatientin gewesen. Und NEIN, Schmerzen sind NICHT geil oder lustvoll für mich, sondern einfach nur schmerzhaft. 😉

Wen das Thema jetzt gepackt haben sollte oder wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich, dem empfehle ich folgende Seite: Meisterin der Geburt und das gleichnamige Buch von Jobina Schenk.

*EURE MOTHER BIRTH*

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8 thoughts on “#Blogparade – Meine Wahrheit über`s Kinderkriegen: Kinderseelen, Kotzen und Klimax”

    1. Liebe Berenice,

      Ich freue mich bei deiner Blogparade mitmachen zu dürfen ❤ Es hat Spaß gemacht und ich habe mich getraut Themen anzusprechen, die ich bisher immer außen vor gelassen hatte! Danke für die Inspiration ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt mir

  1. Eine echt interessante Story. Deinen Schreibstil mag ich sehr gerne 🙂
    Ich hab von hypnobirthing noch nichts gehört, finde es aber interessant. Meine zweite Geburt war auch sehr angenehm, naja im Vergleich zur ersten eben. Von der spirituellen Seite bin ich irgendwie angetan. Bei mir kam der KinderWunsch ja recht plötzlich und ich wurde sofort schwanger, so als WOLLTE es so sein….

    Liebe Grüße
    Jenny

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Jenny,

      vielen lieben Dank für dein Lob ❤
      Es freut mich sehr, wenn die mein Schreibstil gefällt – vielleicht gefallen dir dann auch andere Texte von mir 😉 …

      Hypnobirthing hat es mir und meinem Mann angetan – es hat unser Leben nachhaltig geändert, weit über die Geburt und die Schwangerschaft hinaus! Es hat unser Denken verändert 🙂

      Zum Kinderwunsch: machmal SOLLTE und WOLLTE es so sein ❤ Kinderseelen warten machmal ganz unbemerkt sehr lange Zeit auf ihren "Einsatz" und nutzen dann auch die erste Gelegenheit, die sich bietet 😉

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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Hinterlasst mir hier gerne einen Kommentar! Ich würde mich sehr darüber freuen <3

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