Schwangerschaft

Pränataldiagnostik? – Nein! Warum wir sie dann doch machten und was das mit uns machte…

Wir wissen, was wir wollen.

In meiner ersten Schwangerschaft – nein, schon davor – waren mein Mann und ich uns einig, dass wir keinerlei Pränataldiagnostik in Anspruch nehmen wollten. Eine Abtreibung stand für uns nicht zur Debatte. Versteht mich bitte an dieser Stelle nicht falsch! Ich bin absolut keine Abtreibungsgegnerin – ganz im Gegenteil: das Recht auf Abtreibung ist ein wichtiger und elementarer Bestandteil der Selbstbestimmung von Frauen in aller Welt und dagegen bin ich ganz sicherlich nicht! Nur für mich selbst konnte ich mir eine Abtreibung aufgrund einer Behinderung des Babys nicht vorstellen. Selbst ein nicht lebensfähiges Kind würde ich nicht abtreiben, sondern austragen wollen. Ich würde ihm gerne die Zeit schenken, die es braucht, um von uns zu gehen. Eine vielleicht sehr extreme Position – ich weiß. Aber es ist eine ganz persönliche Entscheidung von mir – für mich, von uns – für uns. Da gibt es kein richtig oder falsch. Nur eine individuelle Entscheidung, die respektiert werden sollte. Und genau so respektiere ich auch alle anderen in ihren ganz persönlichen Beweggründen.

„Ich hatte da gerade…“

Mit dieser über eine längere Zeit gereiften Entscheidung, ging es nun zu meiner damaligen Frauenärztin. Ich war 27 Jahre. Weit entfernt von 35, keine familiäre „Vorbelastung“. Wir äußersten unseren Wunsch, das 150 Euro teure Erstsemsterscreening auszulassen. Die Frauenärztin runzelte die Stirn, schaute uns an begann eine ihrer so unglaublich gut auf die aktuelle Situation ihres Gegenüber zugeschrittene Geschichte zum Besten zu geben. Diese Geschichten hatte sie zuhauf in petto, nur damals war mir das noch nicht so bewusst. Ich kannte sie ja erst seit 8 Wochen… Also warf sie ihren perfiden Köder aus und wir bissen – unwissend und manipuliert wie wir waren, an. Dann hatte sie uns am Harken, an dem wir lange und kläglich würden zappeln müssen, aber davon ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nichts. Zum Glück? Nein, zu unserem Pech, würde ich rückblickend behaupten. Aber dazu später mehr…

Zurück zur Märchenerzählerin – meiner Frauenärztin. Sie tischte uns eine ihrer „Das-Habe-Ich-Gerade-Erlebt“-Geschichten auf. Eine wahre Meisterin ihres Faches – also nicht der Gynäkologie, sondern natürlich der Manipulation!

„Ich hatte gerade ein junges Paar bei mir. Genau ihr Alter! Die wollten das Erstsemesterscreening ebenfalls nicht machen – haben nicht auf mich hören wollen… Und dann im Kreißsaal – Überraschung – ein behindertes Kind! Sie waren völlig überfordert und konnten es nicht annehmen. Die Beziehung scheint jetzt daran auch zu zerbrechen… So schade. Und es hätte so einfach verhindert werden können… Wollen sie dieses Risiko wirklich eingehen? Es ist doch kein invasives Verfahren. Was haben sie schon zu verlieren? Besser wenn man vorbereitet ist, sich informieren kann. So eine böse Überraschung mit all ihren negativen Folgen würde ich Ihnen jedenfalls nicht wünschen. Ich will ja nur das Beste für Sie…“

Was soll ich sagen: wir sind eingeknickt, haben zugestimmt und uns überrumpeln lassen von dieser emotionalen Geschichte, in einer hochemotionalen Phase. Es war nicht fair… Gutes Verkaufsgespräch, wirklich! Brilliant. Aber hier geht es um keine Ware, sondern um Menschen, um ihr Leben, um ihre Emotionen!

Die Nackenfaltenmessung*

*Einen wirklich guten, informativen und umfassenden Beitrag zum Erstsemesterscreening bzw. zur Nackenfaltentransparenzmessung findet ihr bei nullpunktzwo mit weiteren wertvollen Links: Wieviel Pränataldiagnostik brauche ich?!

So nun kam der große Tag! Zuerst mussten wir das Finanzielle regeln. Aber was waren schon 150 Euro im Vergleich dazu unser Kind im 4D-Ultraschall betrachten zu können, eine CD mit Bildern und Videomaterial der Untersuchung zu erhalten und obendrein noch mit hoher WAHRSCHEINLICHKEIT zu wissen, dass alles in Ordnung ist? Nichts natürlich. Wir haben uns richtig entschieden. Extra ein Termin um die Mittagsstunde, damit wir Ruhe und Zeit haben.

Lasst das Drama beginnen…

Was darauf folgte, war alles andere als traumhaft. Es war ein wahrgewordener Albtraum, aus dem ich erst 2 Wochen später erwachen sollte – desillusioniert, fern von guter Hoffnung und in meinen Grundfesten verunsichert. Aber da greife ich mal wieder vor… Schön der Reihe nach! Der Schall beginnt, ich möchte gleich Nägel mit Köpfen machen und wünsche, dass die Nackenfalte als erstes angeschaut wird. Ich hoffe, dass ich danach die restlichen Bilder besser genießen kann, denn ich fühle mich angespannt. Erstes Messergebnis:

„ZU DICK! Weit über 2,1mm, dem Grenzwert* – das sieht nicht gut aus… So können wir das nicht stehen lassen! Da muss ich noch mal nachmessen.“

*Ob es wirklich genau dieser Wert war, weiß ich nicht mehr so genau, denn alles verschwimmt in diesem einen Moment vor meinen Augen – ich will nichts mehr hören, nichts mehr sehen, nichts mehr wissen… Aber die Mühlen der Untersuchungsmaschinerie – einmal in Gang gesetzt – sind nicht mehr zu stoppen.

NotYet - er hatte halt einen stemmigen Nacken bei der Geburt. Sonst nichts. Aber woher sollte ich das wissen?
NotYet – er hatte halt einen etwas stämmigeren Nacken bei der Geburt. Sonst nichts. Aber woher sollte ich das wissen?

Messen, messen und nochmals messen

Ein Messmarathon beginnt – auf Gedeih und Verderb. Der Schallkopf wird nun immer wieder und mit immer mehr Druck auf meinen Bauch gehalten oder besser gesagt gepresst um besser Bilder zu bekommen. Langsam wird es schmerzhaft und unangenehm. Möchte ihr an den Kopf werfen: „Merken Sie denn nicht, dass ICH mich noch dazwischen befinde? Zwischen ihren blöden Schallkopf und dem Kind?“ Ich sage aber stattdessen nur:

„Au, das tut weh! Geht das etwas vorsichtiger?“

Antwort meiner Frauenärztin:

„Wollen Sie nun ein Ergebnis oder nicht?“

Ich schweige. Will ich noch ein Ergebnis? Ich bin mir nicht mehr sicher… Nach endlosen vergeblichen Versuchen ein „gutes“ Messergebnis zu erzielen, dann nach 30 Minuten ein „Gerade-mal-noch-akzeptabeler-Wert“ erreicht.

„Belassen wir es dabei und warten erst mal die Ergebnisse der Blutwerte ab. Die reißen den schlechten Nackenfaltenwert vielleicht noch raus… Rufen Sie mich in etwa 2 Wochen in der Praxis an. Dann sollten die Ergebnisse vorliegen.“

Was bleibt: eine CD mit Bildern, ein ungutes Gefühl und blaue Flecken an meinem Bauch.

Das Warten

Nun beginnt das Warten. Das Warten auf die Blutwerte. Das Warten auf die Risikobewertung. Von guter Hoffnung war bei mir leider nichts mehr zu spüren – sie wurde verdrängt durch diffuse Ängste, die ich nicht greifen konnte, Zahlen und Werte, die ich nicht einzuordnen vermochte. Sie waren so abstrakt und meine Angst so konkret. Aber wovor hatte ich eigentlich Angst? Ich bin mir nicht sicher. Vor einem „negativen“ Ergebnis an sich nicht wirklich, aber davor, was dann von mir erwartet werden würde: weitere Untersuchungen, weitere Tests, unwillkommene Fragen und Kommentare, die ich vielleicht nicht beantworten will, aber jetzt kann, da ich ja Ergebnisse habe!… Ich fühlte mich wie in einem undurchdringlichen Nebel gefangen, hing in der Luft, wusste nicht wie ich damit umgehen sollte. Niemand half. Ich war verdammt zu warten. Alleingelassen mit meinen Ängsten und Unsicherheiten. In den 150 Euro waren die wohl nicht abgedeckt… hätte das Kleingedruckte besser lesen sollen… *Ironie off*

Der Anruf

Dann waren endlich die nagenden 2 Wochen um und ich rief meine Frauenärztin an – nervlich am Ende, schon gedanklich mit ebenfalls „schlechten“ Werten im Blut rechnend. Meine Frauenärztin aber flötete mir  ins Ohr:

„Alles bestens! Ihre Blutwerte sind sensationell! Sie haben Traumergebnisse bekommen. Hab ich Ihnen doch gesagt.“

Ich habe mir noch die genaue Wahrscheinlichkeit für das jeweilige Risiko nennen lassen, sie aufgeschrieben in meinen Mutterpass. Dann legte meine Frauenärztin schon leicht genervt von meiner Nachfrage auf. Für sie war der Fall erledigt. Alles gut. Für mich, für uns nicht. Es fühlte sich immer noch nicht gut an. Fragen nagten weiterhin an uns: Warum war die Nackenfalte so dick? Zu dick? Stimmt vielleicht doch etwas nicht? Es geht ja hier nur um Wahrscheinlichkeiten… Die Leichtigkeit, Unbeschwertheit und Sorglosigkeit war uns abhanden gekommen. Wir fanden sie auch den Rest dieser Schwangerschaft nicht wieder. Sie wurde uns genommen.

Eins ist sicher: so nie wieder!

Wir schworen uns: Das machen wir nie wieder! Es hat uns mehr verunsichert, als uns Sicherheit gegeben. Und diese war ja eigentlich versprochen worden! Wir sind auf dieses vermeintliche Heilsversprechen hineingefallen, haben uns blenden lassen, von einer emotionalen Geschichte. Wir waren naiv. Wir haben vertraut. Vertraut auf eine kompetente Begleitung. Eine Begleitung, die unglaublich wichtig bei einem so sensiblen Thema ist. Wir haben sie nicht bekommen. Wir sind allein gelassen worden mit dem Ergebnis und unseren Ängsten. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es Frauen ergeht, die ein „negative“ Risikobewertung bekommen und vor schwierige Entscheidungen gestellt werden. Von jetzt auf gleich. Meist ohne psychologische Unterstützung durch geschultes Fachpersonal, was aus meiner Sicht hier dringend geboten wäre. Es wird im Vorfeld viel zu wenig über die psychischen „Risiken und Nebenwirkungen“ aufgeklärt. Es wird immer geworben mit „nicht invasiv!“, aber was ist mit der Psyche? Was passiert mit ihr? Es gibt immer mehr Möglichkeiten, immer früher genauere Ergebnisse zu erhalten, z.B. den Harmony-Pränatal-Test (was der kann und wie er funktioniert könnte ihr bei Sarah von Mamaskind nachlesen: Harmony-Pränatal-Test – Screening in Schwangerschaft). Ich frage mich dann immer:

Müsste man als Frauenarzt den Frauen nicht auch gleichzeitig eine angemessene psychologische Betreuung an die Seite stellen, um verantwortungsvoll zu handeln und nicht nur ein Produkt zu verkaufen? Ohne Rücksicht auf die möglichen Folgen?

Vielleicht sehe ich das ja für einige von euch viel zu kritisch, aber ich denke in diesem Bereich gibt es noch erheblichen Nachholungsbedarf! Dingend. Für das psychische Wohl der Frauen, die diese Untersuchungen in Anspruch nehmen. Alles andere finde ich gelinde gesagt: fahrlässig!

Was ist eigentlich wichtig?

Es darf niemals der Mensch aus dem Auge verloren werden. Er verschwindet mitunter hinter der Technik und den Möglichkeiten der modernen Medizin. Nicht alles ist immer ein Fortschritt oder gar besser. Nicht alles ist für jeden geeignet. Es muss differenzierter informiert werden – nicht verkauft! Frauen und ihre Partner sollten informierte Entscheidungen treffen können, aufgrund von Fakten, nicht von herzerweichenden Geschichten, die einen emotionalen Druck aufbauen. Ein Nein zur Pränataldiagnostik ist genauso zu akzeptieren und respektieren, wie der Wunsch danach. Aber Menschen die solche Untersuchungen in Anspruch nehmen wollen, sollten nicht nur umfassend über die Vorteile informiert sein, sondern auch über die „Folgen“, die daraus entstehen können. Folgen die sie vielleicht noch gar nicht absehen können, Folgen die sie nicht abschätzen können, Entscheidungen, von denen die nicht wussten, dass sie die jemals treffen müssten. Man muss und sollte vorbereitet sein – da hatte meine Frauenärztin recht, aber nicht auf das Ergebnis an sich, sondern drauf, wie man selbst damit dann umgehen wird. Was ist wenn…? Solche und ähnliche Fragen sollten besprochen werden. Es sollte hinterfragt und begleitet werden. Das ist wichtig! Und dem wird bis jetzt aus meiner Sicht viel zu wenig Beachtung geschenkt.


Und um es nicht zu vergessen: wir alle haben auch das Recht auf Nicht-Wissen! Im Zusammenhang mit der Nackenfaltentransparenzmesseung hat gerade Sophie von Kinderhaben einen kritischen Beitrag geschrieben, der zum Nachdenken anregen sollte: Das Recht auf Nicht-Wissen (SSW14)

 

*EURE MOTHER BIRTH*

#Pränataldiagnostik #Erstsemesterscreening #Nackenfalte #Nackenfaltentransparenzmessung #Blutwerte #Wahrscheinlichkeit #Risiko #Risikobewertung #Unsicherheit #Begleitung #Psyche #Angst 

 

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36 Gedanken zu „Pränataldiagnostik? – Nein! Warum wir sie dann doch machten und was das mit uns machte…“

  1. Bei uns war es netterweise so, das wir für dieses Screening zu spät die Schwangerschaft bestätigt bekamen und keinen Termin mehr bekommen haben. Das hat mich zwar am Anfang aus der Bahn geworfen, aber für mich war nach einigen Tagen klar – hey ich wollte diesen Test im Grunde keinesfalls durchführen lassen.
    Und den Punkt ausreichend psychologische Betreuung und Entscheidungen auf gut informierter Basis, da haben wir in Deutschland wirklich Nachholbedarf.

    Wie mein Mann und ich es geschafft haben, dass wir so entspannt während der Schwangerschaft waren und alles auf uns zu kommen haben lassen, kann ich kaum beantworten. Zumal eine gute Freundin parallel schwanger war, sie hatte etliche Fehlgeburten hinter sich und früheren ET, weshalb wir uns ihr gegenüber zurück genommen haben und ihr erst von unserem Wunder erzählt haben, als wir wussten was bei ihr los war – es hatte geklappt. Ein anderes Pärchen war grade Eltern geworden – ich durfte mir anhören, wie ihr habt nur so wenig schon da und kein eigenes Zimmer für ihn, in die Kerbe haben zwischendrin auch meiner Schwiegereltern gehauen, denen ich untersagt hatte Sachen zu kaufen, da ich über meine Geschwister genügend bekomme und dann lieber die fehlenden Teile von ihnen wollte.

    Schwangerschaft, Kinder und Familien, Alte und Junge, das alles gehört wieder in die Mitte unserer Gesellschaft. Mir ist es ein Rätsel wie unsere Gesellschaft die alle zu Randgruppen macht weiterhin funktionieren will.
    Selbst der Tod hat letztes Jahr jede Menge Berühmtheiten mitgenommen um uns daran zu erinnern, dass wir alle Teil eines ewigen Kreislaufes sind und er damit zu gehört.

    Grübelnde Grüße
    Seana

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  2. Oh weil… Und ihr seid nicht die ersten (und werdet wohl leider auch nicht die letzten sein), die in Deutschland die Leichtigkeit der Schwangerschaft genommen wird.
    Ich habe zwei Schwangerschaften in den Niederlanden erlebt, die mit Besuchen bei der Hebamme und keinerlei Ultraschall oder Screenings neun Monate in freudiger Erwartung verliefen. Wobei ich bei der zweiten eine medizinische Betreuung hatte, da die erste Geburt ein Kaiserschnitt war. Aber selbst mit den damit verbundenen Besuchen im Klinikum gab es keine Ultraschalls oder so. Natürlich bekam ich – besonders von meinen deutschen Freundinnen – gute Ratschläge (oder waren es doch eher Vorwürfe) wegen dem „nicht richtig untersuchen“. Ich muss sagen, ich hab mir da keinen Kopf gemacht, sondern hab meine Schwangerschaften ohne grossen Stress und mit grosser Vorfreude erlebt.
    Dann kam Kind 3…und ich wohnte grad mal wieder in Deutschland. Und war über 35!Ach du Schreck schien mein Gynäkologe zu denken und empfahl mir alle möglichen Untersuchungen noch innerhalb der ersten drei Monate. Nee, möchte ich nicht, entspricht nicht meinem Wesen, eine Schwangerschaft abzubrechen noch dazu wissend von der ersten Geburt, dass es da beinah während der Geburt „schiefgelaufen“ wäre wg Sauerstoffmangel (und dann, was ist dann?! Leben ist nicht planbar. Wenn das Kind mit drei Jahren einen Unfall hat, dann liebt man es doch auch…) Also, nee ich hab da meine ganz eigenen Ansichten und mein Gynäkologe hat mir dann nur noch das 20 Wochen aufgedrückt mit den Worten, dann würde er beruhigt sein. Hab ich dann auch gemacht, meine letzte Untersuchung in Deutschland, den Rest der Schwangerschaft habe ich wieder in NL gewohnt…. Herrlich, ohne Stress und sich Sorgen müssen. So wie es sein sollte, finde ich.

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    1. Ja, so eine sorgenfreie Schwangerschaftsbegleitung hört sich für viele deutsche Frauen wie Utopie an und für viele wird es Fiktion bleiben. Etwas neidisch bin ich schon, wie selbstverständlich es in den NL ist. Hier in Deutschland muss ich dafür regelrecht kämpfen, mich gegen etwas entscheiden, erklären und begründen, warum ich die Untersuchung xy nicht möchte. Dann wird über Verantwortlichkeiten diskutiert… Man will einen überreden, dass es doch gar nicht schlimm ist, dieser kleine Test… Was man denn hat… Dann hätte man wenigstens Sicherheit…
      Aber wer möchte diese Sicherheit denn? Ich nicht? 😉 …

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  3. Guter Beitrag und klar wird mit Ängsten gespielt, das passiert laufend, irgenwann wirst du das auch für dich erleben. Ich verstehe deinen Stress, den Stress den Entscheidungen auslösen, die Befürchtungen, Hoffnungen und den Stress der Untersuchung. Ich bin allerdings der Meinung, dass man die Abtreibung bei negativen Ergebnissen auch als Chance begreifen muss. Nicht nur als Entscheidung gegen, sondern für ein Kind. Vielleicht sogar für mehr als eins. Denn in der Regel ist das Ziel ja ein gesundes Kind zu bekommen, welches es sonst ja auch nicht gibt. Es ist schwer diese Entscheidungen zu treffen, aber wir können es. Alles gute lg

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    1. Sicherlich kann man Abtreibung auch als Chance begreifen. Ich aber möchte diese Entscheidung nicht treffen müssen. Das ist vielleicht feige von mir, aber es ist so.
      Ich finde es bewundernswert, wenn Menschen es schaffen, die schwerwiegende Ehescheidung zu treffen. Sie haben meinen vollen Respekt.
      Nur eben ich habe für mich erkannt, dass ich es eben nicht kann. Deshalb ist für mich ganz persönlich ein solcher Test nicht wirklich gewinnbringend.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  4. Du schreibst mir so aus dem Herzen! In der Schwangerschaft mit meiner Tochter gehörten wir zu denen mit „negativem “ Ergebnis. Permanent wurden uns noch mehr Untersuchungen angeboten, um noch mehr über die „Auffälligkeiten“ herauszufinden, immer gesäumt von der Frage, ob wir unser Kind auch wirklich bekommen möchten. Zur Beratungsstelle, die im selben Haus ansässig war (!), wurden wir nicht mit einem Wort verwiesen…es war furchtbar und die komplette Schwangerschaft voller Sorgen und Belastungen, die sich bis heute auf unseren Alltag auswirken. Ich stimme dir komplett zu, dass in diesem Bereich absolut fahrlässig mit Eltern, Menschen, Emotionen umgegangen wird. Gleichzeitig wird einem vorgegaukelt, dass man „Sicherheit“ bekommen könnte, wo man es lediglich mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat, über deren wahre Konsequenzen sich dann letztendlich niemand mehr zu prognostizieren traut. Ich habe auf meinem Blog genau aus diesem Grund über unsere Erfahrungen berichtet, weil ich es furchtbar finde, wie wenig wir begleitet wurden, wieviel kaputt gegangen ist und wieviel der vermeintlichen Sicherheit eigentlich ein sich selbst Überholen der Wissenschaft ist. Vielen Dank für deinen Beitrag & liebe Grüße!

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    1. Es tut mir so unglaublich leid, war ihr erleben musstet. Dass ihr alleingelassen wurdet macht mich wirklich wütend. In einer solchen Situation wirklich unverantwortlich. Warum fühlen sich dann Ärzte nicht mehr zum Helfen berufen? Vielleicht überfordert sie eine solche Begleitung ja… Das wäre völlig ok und sogar verständlich, ABER dann haben sie die verdammte Pflicht Eltern wie euch passende Hilfsangebote an die Hand zu geben!!!!

      Ich kann mir vorstellen, dass diese traumatischen Erfahrungen aus der Schwangerschaft, sich bis heute auf euren Alltag auswirken. Das lässt sich nicht so leicht abharken. Für die Ärzte vielleicht, aber nicht für die betroffenen Familien. Habt ihr euch im Nachhinein psychologische Hilfe in Form einer Traumatherapie geholt?

      Magst du mir vielleicht noch mal den link zu deinem betreffenden Text hier in den Kommentaren hinterlassen. Ich würde ihn sehr gerne lesen!

      Für dich und deine Familie alles Gute für die Zukunft ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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      1. Liebe Mother Birth, Danke für Deine lieben Worte und die Anteilnahme!
        Ich bin tatsächlich gerade auf der Suche nach einer Therapeutin, weil ich seit einiger Zeit immer mal wieder nachts Panikattacken bekomme. Die Unsicherheit hat so ihre Spuren hinterlassen. Ich habe mich auch gefragt, weshalb Eltern nicht einfach standardmäßig an Beratungsstellen verwiesen werden-sicher ist die notwendige Begleitung nicht unbedingt die Sache eines jeden Arztes-aber ein Weiterschicken wäre doch tatsächlich ziemlich einfach und das Mindeste. Ich denke, dass einigen das Ausmaß ihrer Äußerungen schlicht nicht bewusst ist. Außerdem hat sich die Forschung in diesem Bereich in den letzten Jahren so rasant entwickelt, dass sich der „Kollateralschaden“ wohl erst noch stärker bemerkbar machen muss, bis sich ein Bewusstsein einstellt. Gerne teile ich den Link, es sind mehrere Texte, hier findest Du den Einstieg:
        https://ohneschlafmitkind.wordpress.com/2016/07/10/blick-in-die-glaskugel/
        Hoffe, er funktioniert…Danke für die guten Wünsche, die ich gern an Dich und Deine Lieben weiterschicke 🤗 ganz viele Grüße!

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        1. Ich finde es gut, dass du dich auf die Suche nach einer Therapeutin machst. ich habe nach meiner ersten traumatischen Geburtserfahrung auch therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Meine beste Entscheidung! Ich kann dich also nur darin bestärken 🙂

          Vielen Ärzten ist sicherlich nicht bewusst, wie machtvoll ihre Worte und Äußerungen sind. Es wäre wichtig, sie auch dahingehend im Studium zu schulen. Denn die meisten Ärzte treffen irgendwann auf Patienten. Sie müssen mit menschlichen Reaktionen ebenfalls den Umgang lernen und nicht nur Diagnosen stellen zu können.

          Jeder Fortschritt hat auch immer seine Schattenseiten. Und wir müssen darauf aufmerksam machen, damit sich daran etwas ändern kann. Danke, dass du mir den link zu deiner Geschichte gibst. Ich werde sie lesen.

          Liebe Grüße
          Mother Birth

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          1. Ja, da gebe ich Dir recht. Ich denke, dass insbesondere auf diesem Feld noch viele kompetente Berater/Therapeuten benötigt werden. Leider ist es ja oft so, dass Theorie und Praxis in der Ausbildung weit voneinander entfernt sind (siehe zB Lehrer). Die „weichen“ Faktoren bleiben da dann auf der Strecke. Um so wichtiger, darüber zu berichten und aufmerksam zu machen!!!Danke fürs Lesen und Dein Interesse&für Dein Engagement!

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  5. Liebe Andrea,

    spätestens ab dem zweiten Satz wusste ich, dass dies ein Beitrag über den Stress für dich in der Schwangerschaft durch Pränataldiagnostik bedeutet hat! Wenn ich Erfahrungen dieser Art (oder auch andere Bereiche, z. B. betreffend der Verhütung, wird gerade auf meinem Blog in einer Reihe von Gastbeiträgen veröffentlicht) lese, wird mir schlecht.

    In unserem Gesundheitssystem geht es immer mehr um die finanzielle Bereicherung und nicht mehr um die Gesundheit der Patienten. Ich frage mich, wie manche Ärzte einen Eid schwören können um dann Eltern/Patienten Geld aus der Tasche zu ziehen, weil sie die Grauzonen ausnutzen (bei meiner Knie-OP mussten wir die Übernachtung selbst zahlen 127€. Bei 2 OP’s 254€. Ist ja eine Empfehlung des Arztes, keine Pflicht. Entlassung aber nur gegen den Rat des Arztes und auf eigene Gefahr!)

    Danke, dass du deine Erfahrungen aufschreibst und verbreitest, wie du bereits sagtest, kann nur Kommunikation vor solchen Verkaufsgesprächen auf emotionaler Ebene schützen und Eltern/Patienten resilient gegenüber solcher Gespräche werden lassen.

    Ganz liebe Grüße noch aus Berlin,
    Julia

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    1. Liebe Julia,

      danke für deine lieben Worte ❤
      Das Sicherheitsempfinden ist auch sehr unterschiedlich. Ich z.B. fühle mich mit sehr wenig Kontrolle sicherer, weil ich nicht verunsichert werde in meiner sehr guten Intuition. Andere hingegen brauchen die Absicherung von Außen durch Kontrollen und medizinisches Fachpersonal. Darauf sollte bei der Beratung ebenfalls geachtet und Rücksicht genommen werden. Denn Sicherheit bedeutet nicht für alle das selbe!

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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      1. Ja, es sollte um die individuellen Bedürfnisse gehen, um den Menschen, den Patienten kennen lernen. Ich freue mich schon auf meinen Hausarzt in Kiel, der guckt nämlich den Menschen an 🙂
        Hab einen schönen Abend liebe Grüße Julia

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  6. Meine Frau hatte da zum Glück eine gute FÄ. Die hat gefragt, würden sie etwas machen lassen. Wir waren uns einig, nein, auch ein behindertes Kind wäre für uns nicht weniger Wert, wir würden es auf jeden Fall bekommen. Und dann hat die FÄ nur gesagt, dann braucht es die ganzen Untersuchungen hier nicht.

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      1. Danke 🙂
        Es ist schade, wenn man aus einer so schönen Sache Profit schlagen möchte und unnötig Sorgen reinbringt.:(

        Ich kann es gut verstehen, dass man sich da schnell unsicher machen lässt. In dieser Phase hat man vieles ja so gar nicht in der Hand…

        Dass man hier eigentlich seelische Begleitung nötiger hätte wird leider nicht so ganz realisiert. Bei uns kam das etwas nach der Geburt. Man lebt eben nicht mehr wie früher eingebettet in eine Großfamilie.

        Ich wünsche euch das beste!!

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  7. Hallo Andrea, lese deinen Text erst heute. Ich frage mich gerade, warum es ausgereicht hat, dass die Gyn einmal BUHH gemacht hat und ob, wenn z.B. ein Freund der Familie oder die eigenen Eltern BUHH gemacht hätten, der Weg für das erfolgreiche Verkaufsgespräch geebnet gewesen wäre. Mir geistern da Fragen der Machtverhälnisse aufgrund gesellschaflicher Wertzuschreibungen durch den Kopf, die einen gemeinsamen Konsens zwischen einem Paar, den Boden unter den Füßen wegziehen können. Liebe Grüße, Silke

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    1. Liebe Silke,

      da hast du einen ganz wichtigen Punkt klar erfasst, den ich so wahrscheinlich nicht genug im Text betont habe. Es gab ein extremes Machtgefälle, auch aufgrund meiner familiären Prägung, in der Ärzte immer als „Götter in Weiß“ galten. Eine gewisse Hörigkeit würde ich es sogar nennen. Man widerspricht nicht – niemals. Was gesagt wird ist Gesetzt- ohne kritisches Hinterfragen.
      Ich habe viele Mediziner innerhalb der Familie und genau diese Autorität haben sie in der Familie auc an den Tag gelegt. Als Kind wurde mir dieses Verhalten so vorgelebt. Solche Glaubensmunter sind gar nicht so leicht zu durchschauen und wieder abzulegen – gegen seine Familie.
      Deshalb hatte diese FÄ solch eine enorme Macht über mich.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  8. Ich finde es auch schlimm, was einem während einer Schwangerschaft so alles aufgeschwatzt wird und einem so jegliche Selbstverantwortung und auch das Selbstvertrauen genommen wird!
    In Wien gibt es ein KH (wahrscheinlich eh mehrere aber ich weiß es nur von dem einen) in dem man sich nicht zur Geburt anmelden darf, wenn man nicht sämltiche Pränataldiagnostik über sich ergehen hat lassen…. 🙄

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      1. Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung ob man das darf…
        Ich weiß es nur, da ich mit meiner Schwester mal über Pränataldiagnostik gesprochen habe und sie diese machen ließ, weil sie eben in diesem KH gebären wollte – und auch hat.
        Ich wunderte mich schon des öfteren über unser Gesundheitssystem und da ich selbst Krankenschwester bin (zumindest vor der Karenz, für die Zukunft haae ich andere Pläne 😋) bin ich solche Unverschämtheiten ein bisschen gewöht… Es passieren hier leider viel zu oft Dinge, die aufgrund von Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Wachstum usw. entschieden werden und nicht aufgrund des zu betreuenden Menschen!!
        Dabei wäre es in manchen Bereichen so einfach, Veränderung zu schaffen…

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  9. Ich habe bei beiden Kindern keine Pränataldiagnostik >>verkauft <>gekauft << und habe sie auch nicht machen lassen. Im Gegensatz zu dieser Gynäkolog_in, war und ist meine ausgesprochen kompetent, herzlich und nah bei den Bedürfnissen ihrer Patient_innen.
    Ich sehe ein, dass schwangere Frauen, insbesondere wenn sie zum ersten Mal schwanger sind, nicht immer rational entscheiden können.
    Allerdings möchte ich an dieser Stelle gern einräumen, dass für ein gutes Verkaufsgespräch ein_e willig_e Käufer_in Voraussetzung ist. Die Verantwortung abzutreten für getroffene Entscheidungen finde ich zu simpel gedacht.
    Es wirkt fast so, als seien es wieder die Mediziner_innen die hier alleinige Schuld an den Folgen einer ungünstig verlaufenen und meines Erachtens nicht notwendigen Untersuchung tragen.

    Ob nun mit oder ohne Pränataldiagnostik entsteht während einer Schwangerschaft ein Mensch, der es würdig ist geliebt zu werden.

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    1. Es freut mich, dass deine FÄ anscheinend deutlich emphatischer mit ihren Patientinnen um geht – so sollte es sein.

      Ich habe und will mit diesem Artikel absolut keine Verantwortlichkeiten für irgendwelche Entscheidungen abtreten, die ich selbst getroffen habe. Ich tat es – ich steh dazu. Punkt.
      Ich möchte mit diesem Beitrag vielmehr dafür sensibilisieren, wie wichtig eine feinfühlige Begleitung, eine umfassende fachkundige Beratung und eine psychologische Unterstützung – wenn benötigt – sind. Nicht mehr und nicht weniger. Hätte ich einen solchen Text vorher mal gelesen, dann wäre ich vielleicht auch nicht ganz so blauäugig an die Sache heran gegangen. Es hätte etwas verändert.
      Deshalb der Text.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  10. Es ist wirklich unglaublich, was Euch damals widerfahren ist!
    So jung, so unerfahren und dann so im Regen stehen gelassen zu werden! Im Nachhinein bin ich wirklich froh, dass beim 1. Kind das Ersttrimesterscreening allein aus finanziellen Gründen und im Zusammenhang mit meinem Alter (29) für uns schnell abgehakt war.
    Ich wünsche Euch weiterhin eine sorgenfreie Schwangerschaft in guter Hoffnung und freudiger Erwartung!

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    1. Danke du Liebe ❤

      Diese Schwangerschaft ist so viel unbeschwerter und schönes als meiner Erste. Mich betrübt nur immer der Gedanke daran, wie vielen Frauen sie auch heute noch solche Geschichten auftischt, um sie zu einer bestimmten Entscheidung zu drängen. Daran mag ich gar nicht denken.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  11. Ich habe in beiden Schwangerschaften auf die Pränataldiagnostik verzichtet. Aus genau denselben Gründen, die du ganz oben aufgeführt hast.

    In der ersten Schwangerschaft wusste ich, bis ich meine Schwester gesagt hatte (!!!), nicht mal genau was das ist. Mir wurde vom Arzt die Schwangerschaft bestätigt, danach bekam ich einen Beutel mit Infomaterial. Außerdem eine Broschüre „wenn sie das machen lassen wollen, bringen sie das ausgefüllt zum nächsten Termin mit. – Der nächste bitte.“ Öhm, danke für die Aufklärung! Ich nahm das ganze Zeug und hab meine Schwester gefragt. Sie erklärte mir das und sagte sie habe es sich in der ersten Schwangerschaft aufschwatzen lassen, in der zweiten nicht mehr. Dennoch müsse das jeder für sich entscheiden.

    In der zweiten Schwangerschaft (bei der ersten Ärztin), bekam ich immer nur zu hören „Das kennen sie ja noch alles vom ersten Kind.“ Sie hatte auch kein richtiges Bedürfnis mir das zu erklären. Ein Grund weshalb ich erneut wechselte.
    Die zweite Ärztin hingegen bot mir immer alle Möglichkeiten an, sagte mir aber auch ehrlich wenn sie etwas für unnötig hielt. Vor allem aber erklärte sie mir immer wofür welche Untersuchungen da sind.

    Du hast absolut recht mit dem was du sagst, gerade Frauen die zum ersten Mal schwanger sind, wird viel unnötiger Kram AUFGESCHWATZT! Wenn es jemanden von sich aus möchte, gerne! Aber nicht wegen solcher von dir genannten Geschichten. Pfui!

    Dein Beitrag gehört geteilt, geteilt, geteilt!

    Sonnige Grüße.

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    1. Der Beitrag wurde geteilt und geteilt und geteilt 😉 … Ich bin ganz überrascht wie hoch doch tatsächlich die Resonanz ist. Das Thema scheint viele zu beschäftigen.

      Ich möchte so gerne dafür sensibilisieren, dass der Umgang mit Schwangeren mehr Achtsamkeit und Empathie von Seiten der FÄ bedarf. Auch eine wirklich umfassende Aufklärung auch in Hinblick auf die psychologischen Aspekte wäre so wichtig und passiert viel zu selten. Meist bekommt man wie du (ich übrigens damals auch) nur Infoblätter in die Hand gedrückt, soll sie alleine zu Hause lesen und ohne wirkliche Beratung weitreichende Entscheidungen treffen, deren Auswirkungen die wenigsten absehen können.
      Verantwortungslos von so vielen FÄ!
      Aber leider werden Beratungsgespräche von der Krankenkasse kaum vergütet und kosten Zeit. Eine schnelle Untersuchung, die vielleicht auch noch selbst bezahlt werden muss, bringt mehr Geld und kostet meist weniger Zeit. Schade, dass Profit anscheint oft im Mittelpunkt des Interesses steht anstatt die schwangere Frau… 😦

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  12. Huh, ja nach Verkaufsarbeit klingt das allemal, schlimm. Ärzte sollten helfen und nicht ihre Patienten extra hilflos fühlen lassen um ihnen Dinge aufzudrehen.

    Gerade bei Schwangeren ist die Wortwahl und Art der Kommunikation so wichtig. Da sollten einige Ärzte nochmal in sich gehen und weg von der Routine.

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    1. Liebe Lara,

      du hast so recht! Die Wortwahl macht viel aus – auch Einfühlungsvermögen ist wichtig! Es macht mich immer sehr wütend, wenn ich lese, dass ich doch selbst Schuld daran sei – ich hätte ja nicht zustimmen müssen. Als Außenstehender ist das immer so leicht dahin gesagt… frisch schwanger mit dem ersten Kind – noch recht ahnungslos – sieht es in der konkreten Situation meist anders aus!
      Für mich ist das victim blaming und kein Stück besser als das Verhalten meiner FÄ damals.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  13. Vielen Dank für’s Teilen deiner Erfahrungen, auch wenn es mich echt wütend macht, so was zu lesen! 😦 So vielen Schwangeren wird durch Routine-Vorsorge Angst gemacht und dadurch eine unbeschwerte Schwangerschaft nicht mehr möglich. Das ist so schade.

    Erinnert mich wieder daran, einen Blogartikel über meine ausschließlich hebammenbetreute Vorsorge zu schreiben. Grüße, Sophie

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    1. Liebe Sophie,

      schön, dass ich dich durch meinen Artikel inspirieren konnte.
      Viele Frauenärzte verlieren mitunter den Blick dafür in welcher sensiblen Phase des Lebens sie die Frauen betreuen und welche Verantwortung damit verbunden ist. Ihnen wird ein hohes Maß an Vertrauen geschenkt, welches sie nicht ausnutzen sollten… so wie hier.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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