Geburt

Geschwisterkinder bei der Hausgeburt – eine gute Idee?

Ich bin vor kurzem über den viel diskutierten Artikel Betreuung der Geschwisterkinder während der Geburt von Mamaskind gestolpert. Darin geht es um die schwierige Frage: Wohin mit den lieben Kleinen, wenn Mama und Papa ins Krankenhaus zur Geburt fahren? Aber was ist, wenn Mama und Papa zu Hause bleiben? Was ist, wenn eine Hausgeburt geplant wird? Dann gibt es nämlich noch eine weitere Option: die Geschwisterkinder dürfen bei der Geburt dabei sein! Festhalten möchte ich an dieser Stelle noch, dass es für mich im Krankenhaus aus verschiedenen Beweggründen absolut keine Option wäre, die Kinder mitzunehmen. Aber eine Hausgeburt biete ganz andere Voraussetzungen, die es unter bestimmten Bedingungen möglich machen, dass die Geschwister der Geburt des neuen Familienmitgliedes beiwohnen können. Aber welche sind das?

Es muss für alle passen!

Für die Mutter

Man muss sich selbst ganz ehrlich hinterfragen, ob man es sich vorstellen könnte, dass die eigenen Kinder der Geburt beiwohnen. Fragen könnten hierbei sein:

  • Kann ich mich dem Geburtsgeschehen voll und ganz hingeben, wenn meine Kinder in räumlicher Nähe sind oder werde ich zu sehr ablenkt, so dass ich nicht in meine Geburtstrance kommen kann?
  • Fühle ich mich gehemmt, z.B. beim lauteren Tönen?
  • Habe ich Angst oder Sorgen meine Kinder eventuell zu verschrecken, so dass ich die Geburt mit „Handbremse“ zu meistern versuchen würde?
  • Kann ich vollständig entspannen und eventuell sogar aus der Situation zurückziehen (spontan), wenn ich es für notwendig halte?
  • Wie gehe ich damit um, wenn ich unter der Geburt keine Berührungen und keine Ansprache ertragen kann? Wie vermittele ich das meinen Kindern?

Sollte man anhand solcher Fragen und den daraus folgenden eigenen Antworten feststellen, dass es für einen selbst keine gute Option ist, die Kinder dabei zu haben, so ist die Betreuung der Kinder unter der Geburt mit Sicherheit die bessere Alternative. Das ist vollkommend ok. Es gibt hier – wie bei so vielen anderen Dingen auch – kein richtig oder falsch. Es ist eine sehr individuelle Entscheidung, die Frau gerne aus dem Bauch heraus treffen darf. Fühlt es sich gut an? Die Intuition wird sie schon in die richtige Richtung leiten. Da bin ich mir sicher.

Auch ich habe mir diese Fragen gestellt. Eingehend – nicht leichtfertig. Ich habe schon bei der letzten Geburt meinen Sohn während der Eröffnungsphase die meiste Zeit um mich gehabt. Also habe ich eine Vorstellung davon, wie es sein kann. Ich erinnere mich gerne daran. Ich empfand es als sehr angenehm – seine Art, wie er mit mir umging. So bedacht, sehr zurückhaltend, still. Alles Dinge die mir gut taten. Er fragte und sagte kaum etwas. Wir hatten einen Draht zueinander, der ohne Worte auskam. Er respektierte meine Grenzen, ohne dass ich etwas sagen musste. Er spürte sie – einfach so. Intuitiv. Instinktiv. Für mich immer noch ein magischer Moment in meiner Erinnerung. Dies war auch letztendlich der ausschlaggebende Grund, warum ich überhaupt eine Geburt in Anwesenheit meiner Kinder in Erwägung zog. Vorher war es für mich unvorstellbar: Das macht man doch nicht! Nach diesem für mich so prägenden Erlebnis mit meinem Sohn, ist es zu einer Option geworden. Einer guten Option, auch wenn ich nicht genau weiß, wie meine Tochter mit der Situation umgehen wird, wie ich in der Übergangsphase damit umgehen werde. Aber meine Intuition – mein Bauchgefühl – sagt laut und deutlich: JA! Ich folge ihm.

Für die Kinder

Hierbei wäre das wichtigste die Kinder selbst zu fragen, ob sie überhaupt der Geburt beiwohnen wollen! Damit sie in der Lage sind diese Entscheidung treffen können, sollten sie möglichst authentische Informationen im Vorfeld von ihren Eltern bekommen. Nichts schön reden, aber auch keine Horrorszenarien erzählen! Sie müssen wissen, auf was sie sich einlassen und was auf sie zukommen kann/wird. Dies muss unbedingt altersentsprechend geschehen. Möglichkeiten hierbei wären z.B.:

  1. Kinderbücher mit kindgerechten Bildern von Hausgeburten 
  2. Professionelle Geburtsfotografien, die reale Situationen während einer Geburt zeigen
  3. Ansprechende Geburtsvideos von Hausgeburten, die Kindern vermitteln können, wie groß das mögliche Spektrum an Geburtspositionen und -lauten sein kann. 

Dies alles sollte möglichst nahe an der zu erwartenden Realität orientiert sein. Somit gibt man den eigenen Kindern die Chance eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Unsere Kinder wissen selbstverständlich, dass das Baby durch Mamas Scheide geboren wird. Keine Märchenstunde! Wir haben ihnen auch versucht zu vermitteln, dass zu einer Geburt natürlicherweise Blut gehört und was ein Plazenta ist. Nichts Bedrohliches oder Beängstigendes, sondern etwas Normales. Es gehört einfach dazu. Ebenfalls habe ich keinen Hehl daraus gemacht, dass ich gerne etwas lauter töne unter der Geburt. Mein Sohn erstaunte mich dann mit seiner Erklärung dafür:

Mama, du bist dann wie eine Glocke, die läutet. Dein Bauch schwingt mit und das Baby heraus. Also ist es wichtig, wenn du tönst! #Kinderlogik

Das Buch

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Meine eigenen Kinder bereite ich unter anderem mit dem Buch „Klopft da wer?“ (Elwin Staude Verlag) auf die Geburt vor. Die Bilder sind ansprechend und keineswegs angstmachend. Trotzdem wird im Text klar gesagt, dass Mama auch mal lauter Tönen kann oder sich auch in einer gewissen Phase der Geburt  eventuell zurückziehen möchte. Das finde ich persönlich sehr gut und hilfreich.

Die Bilder

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Wenn man hochwertige und professionelle Bilder von Geburten sucht, wird man unter anderem fündig bei „Das Geburtsbuch“ von Nora Imlau (Beltz Verlag)*. Hier sind die aus meiner Sicht sehr ästhetischen Fotografien von Kerstin Pukall zu sehen. Auch im Internet suche ich immer wieder nach entsprechenden Bildern, die ich meinen Kindern zeigen kann. Sie betrachten sie meist mit viel Interesse und kindlicher Neugierde. Mein Sohn – vermutlich altersbedingt – stellt mir zudem oft Fragen: Was genau ist darauf zu sehen? Welche Phase der Geburt ist das? Was macht die Hebamme da? …

Die Videos

Das hier ist zur Zeit das Lieblingsvideo meiner Kinder ❤

Ich schaue regelmäßig mit den Kindern Videos im Internet von Hausgeburten an. Es sind keine Angst machenden, dramatischen Szenen zu sehen. Einfach natürliche Geburten mit all ihren Facetten: verschiedene Geburtshaltungen, Wassergeburten, Geburten an „Land“, Mütter die laut tönen und kraftvolle Geburtsarbeit leisten und andere die sehr leise, ruhig, ja fast friedlich wirken. Ich möchte, dass sie schon im Vorfeld sehen, wie individuell eine Geburt sein kann und was alles „normal“ ist! Es liegt mir besonders am Herzen, dass ich ihnen das vermitteln kann.

Was sich schon jetzt abzeichnet: beide Kinder betrachten die Filme sehr unterschiedlich.  Während mein Sohn mittlerweile schon fachkundig kommentiert:

Das Baby kommt gleich! Das kann man schon hören… (Er meint das Tönen)

Hält meine quirlige Tochter es nur sporadisch vor dem Laptop aus. Sie schaut immer mal wieder vorbei, ob das Baby nun endlich da ist. Ab dem ersten Schrei des Neugeborenen ist sie dann da. 100-prozentig präsent und verfolgt wie gebannt das Video. Mein Sohn hingegen geht. Nach dem Motto: Geburt vorbei 😉 … Ich bin wirklich gespannt, ob sie diese „Rollenverteilung“ auch während der Geburt einnehmen werden. Ich lass mich überraschen, auch wenn mein Mutterinstinkt mir sagt: Das hier ist ein Blick in die Zukunft!

Für die Hebamme

Selbstverständlich sollte man auch mit seiner Hebamme über seine Pläne sprechen. Hat sie Einwände oder schlechte Erfahrungen gemacht? Stimmt sie zu, aber nur unter bestimmten Bedingungen? Fragen, die unbedingt im Vorfeld offen besprochen werden sollten.

Unsere Hebamme steht unserem Wunsch nach einer Familiengeburt offen gegenüber. Sie hat nur zu bedenken gegeben, dass wir uns über eine optionale Kinderbetreuung Gedanken machen sollten. Ansonsten glaube ich, dass sie sich auch auf das Ereignis: Familiengeburt freut ❤

Alternative Optionen

Ich habe mir natürlich ebenfalls Gedanken darüber gemacht, was ist, wenn ich alternativ eine Kinderbetreuung benötige und mein Mann diese nicht übernehmen soll oder kann. Normalerweise würde ich sagen, dass mein Mann diese ohne Zweifel übernehmen kann, denn ich brauche während der Geburtsarbeit niemanden an meiner Seite, der meine Hand hält und mir gut zuspricht. Aber man weiß ja nie…

Für uns ist es ganz wichtig, dass die Kinder immer und jeder Zeit die Möglichkeit haben, sich von der Geburt zurückzuziehen, wenn sie dies wünschen. Unser Haus ist groß genug, so dass auch genügend Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stehen. Beide Patentanten, die in unserer Nähe wohnen, sind für diesen Fall auf Abruf bereit. Sie teilen sich Tag und Nacht untereinander auf, da eine arbeitet und die andere selbst noch kleine Kinder hat. Das ist eine gute Lösung, wie ich finde. Eventuell werde ich noch eine weitere Freunden fragen… sicher ist sicher 😉

Falls es tatsächlich zu einer Verlegung der Hausgeburt in ein Krankenhaus kommen sollte, wovon ich zuerst einmal nicht ausgehe, werden meine Eltern, die ebenfalls in der Nähe wohnen, die Kinder zeitnah übernehmen. Denn ins Krankenhaus möchte ich sie auf gar keinen Fall mitnehmen #ausgründen.

Eine gute Idee?

Für uns schon. Für alle Beteiligten: für mich als Gebärende, für meinen Mann, für unsere Hebamme und natürlich auch für unsere Kinder. Für uns passt es. Ganz individuell. Man kann diese Frage nicht pauschal beantworten. Alle Beteiligten sind anderes, alle Konstellationen sind besonders, einzigartig. Man muss immer ganz genau schauen, ob es auch wirklich für alle die passende Lösung ist. Dabei muss man ehrlich zueinander und zu sich selbst sein. Offen über alles sprechen: über Ängste, Sorgen und Wünsche. Dann wird man hoffentlich die Variante wählen, die allen ein wunderschönes und unvergessliches Geburtserlebnis beschert ❤

Ich möchte noch anmerken: Ich bin mir sicher, dass meine Kinder keinesfalls traumarisiert werden, wenn sie bei einer Hausgeburt anwesend sein dürfen. Würde ich auch nur eine Hauch des Zweifels daran hegen, würde ich dies niemals zulassen!!! Dem könnt und sollt ihr euch gewiss sein.


Falls ihr noch weitere Informationen zu dem Thema: Geschwisterkinder bei der Geburt sucht, lege ich euch „Das Geburtsbuch“* von Nora Imlau ans Herz. Sie hat viele kluge Anregungen und Informationen zusammengetragen, die sicherlich bei der individuellen Entscheidungsfindung sehr behilflich sein können.

* An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei Nora Imlau bedanken, dass mir ihr Buch kostenlos vom BELTZ Verlang zur Verfügung gestellt wurde ❤

 

*EURE MOTHER BIRTH*

#Geburt #Hausgeburt #Kinder #Geschwister #Geburtsvideo #Geburtsfotografie #Kinderbuch #Kinderbetreuung #Hebamme #Patentante #Großeltern #vorbereiten #Familiengeburt

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23 thoughts on “Geschwisterkinder bei der Hausgeburt – eine gute Idee?”

  1. Huhu,
    ich glaube, dass es ganz stark auch kindabhängig ist, ob das „gut“ ist. Für meinen großen Sohn könnte ich mir eine Hausgeburt in seinem Beisein absolut nicht vorstellen. Dafür ist er einfach zu sensibel. Er könnte das nicht ertragen. Meinem fast 3-Jährigen könnte ich das viel besser erklären, er würde es hinnehmen.
    Dennoch ein schöner Text und es ist sehr spannend, wie du das handhabst!
    🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      ich sehe es genauso wie du: es kommt sehr auf das Kind und seine individuelle Persönlichkeit an. Als Eltern kann man das schon bis zu einem gewissen Grad einschätzen – so wie du es ja auch tust. Auch die Kinder sind intuitiv. Mein Sohn interessiert alles. Er beobachtet gern. So vermutlich auch bei der Geburt. Meine Tochter hingegen könnte sich eventuell zurückziehen wollen, aber nicht aus Angst, sondern eher aus Langeweile, da für sie nur das Ergebnis zählt: das Baby 😉 …
      Ich lass mich überraschen. Die Kinder sind gut vorbereitet und wir auch in Bezug auf die Betreuungspersonen.

      Danke, dass du meinen Weg so positiv und offen gegenüber stehst, auch wenn es keiner ist, der für dich in Frage kommt. Das schaffen leider nicht alle ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

  2. Ein sehr schöner Artikel! ❤
    Meine Kinder waren auch immer bei den Geburten dabei. 🙂 Mein Sohn war zweieinhalb als meine Tochter geboren ist und als unser Kleinster geboren wurde, waren die "großen" vier und knapp zwei Jahre alt. Es war beide Male einfach wunderbar das sie es miterleben konnten! ❤ Hier habe ich auch mal was dazu geschrieben: http://freiefamilie.de/wie-es-ist-wenn-geschwister-bei-der-geburt-dabei-sind/
    Herzliche Grüße!

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    1. Liebe Joy,

      vielen lieben Dank für dein Lob! Ich freue mich sehr darüber ❤

      Danke, dass du dein positives Erlebnis mit mir teilen willst. Ich werde mir am Wochenende in Ruhe deinen Bericht durchlesen.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  3. Selbst wenn ich eine Hausgeburt planen würde (unsere Wohnsituation lässt leider nur die Klinik zu), wären diese Überlegungen für mich schon bei der ersten Fragegruppe vorbei. Denn ich glaube, ich persönlich würde Hemmungen haben, mich gehen zu lassen und mich voll auf die Geburt zu konzentrieren, wenn mein Sohn (5) dabei wäre.
    Es fällt mir in der Vorstellung auch schwer, seine Reaktionen und seine Handlungen einzuschätzen während der einzelnen Phasen, ich hätte glaube ich zu sehr Angst vor seinen Zwischenfragen und seinem sprunghaften Verhalten.
    Allerdings stelle ich es mir schön vor, wenn er unmittelbar nach der Geburt dabei wäre und das erste Kennenlernen miterleben könnte, denn er baut schon jetzt eine ziemlich innige Beziehung zu seinem Brüderchen im Bauch auf. Ich würde es schön finden, wenn es in Kliniken ein Geschwisterzimmer geben würde und man einen Babysitter mitbringt, sodass er nach der Geburt gleich in den Kreißsaal kommen kann. Das Thema Kinderbetreuung ist für uns tatsächlich das Schwierigste innerhalb der gesamten Geburtsplanung.

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    1. Liebe Salka,

      genau deshalb habe ich die Fragen für die Mama vorne angestellt. Wenn es für sie nicht passt, dann erübrigt sich der Rest, denn die Gebärende muss sich unbedingt wohl damit fühlen. Alle geburtsbegleitenden Personen müssen mit bedacht gewählt werden – Kinder sind dabei nicht ausgeschlossen.

      Für deine Planung wäre es ja vielleicht eine Option, dass die Betreuungsperson von deinem Sohn ihn möglichst zeitnah nach der Geburt zu euch ins Krankenhaus bringt. Damit ihr ein Familienbonding habt. Ich kann mir vorstellen, dass das für euch alle eine wundervolle Erfahrung sein kann ❤
      Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen, dass ihr euren Weg dafür finden möget!

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  4. Sehr schön geschrieben. Mein Sohn war teilweise bei meiner Hausgeburt dabei. Er kam nachts dazu, hat sich das ne Weile angeschaut und ist dann wieder ins Bett verschwunden. Beim ersten Schrei seiner kleinen Schwester war er dann sofort wieder da. Die große Schwester hat alles verschlafen. Allzu viele Gedanken hab ich mir da allerdings vorher nicht drüber gemacht.

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  5. Hausgeburt ist ja genau das Thema, über welches wir uns gefunden haben, deshalb habe ich voller Spannung deinen Beitrag gelesen. ❤

    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ihr das als Familie rocken werdet. Und auch wenn ich mich gegen eine Hausgeburt entschieden habe, finde ich sowas immer wieder toll!

    Sonnige Grüße.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deine lieben Worte ❤
      Auch wenn wir nicht immer der identischen Meinung sind, finde ich es wahnsinnig toll, dass wir trotzdem so respektvoll und teilweise bewundernd mit der Einstellung der jeweils anderen umgehen können. Das schätze ich an die sehr! Ich kenne nicht viele die das können.
      Du kannst nämlich unterscheiden: "Für mich wäre das zwar nichts, aber ich finde es toll das du es tust!"

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  6. Ein wundervoller Artikel mit dem wohl schönsten Hausgeburtsvideo was ich je gesehen habe!
    Bei meinen 2 Hausgeburten ( 4 Kinder, die ersten 2 in der Klinik geboren) waren die Geschwisterkinder zu Hause. Wir hatten eine Freundin gleichzeitig mit der Hebamme herbeigerufen. Beide Hausgeburten fanden nachts (Geburt 1 Uhr) bzw morgens (Geburt 6:30 Uhr) statt. Ich würde keinem meiner 4 Mädels verweigern bei der nächsten Geburt im Juni dabei zu sein. Ich forciere es allerdings nicht. Denn bei der letzten Geburt wurden die Kinder um 6:00 Uhr wach und ich merkte wie mich das aus meinem Rhythmus und meiner Geburtsblase holte. Obwohl meine Freundin die Kinder gleich betreute und sie schlußendlich mit zu sich nach Hause genommen hat.
    Jede Frau und jede Familie soll das wirklich nach Ihrem Gefühl entscheiden.
    Ich freue mich auf Eure Erfahrungen mit Eurer Familiengeburt! Wünsche Euch alles Gute und Liebe
    Claudia

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    1. Oh, vielen lieben Dank für dein Lob Claudia ❤
      Das Geburtsvideo ist wirklich wunderschön! Meine Kinder haben eine tollen Geschmack 😉 …

      Es ist eine der individuellsten Entscheidungen die man als Familie/Frau treffen kann. Da kann man nichts raten oder abraten. Es muss aus dem Bauch heraus entschieden werden. Ich werde sicherlich auch die Erfahrungen zur Familiengeburt verbloggen.
      Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn ich über deine Erfahrung lesen werde 🙂

      Eine Frage noch:
      Auf deinem Blog habe ich ein Foto von einem Geburtspool gesehen. Diesen kenne ich noch gar nicht. Darf ich fragen, wo du ihn gekauft hast?

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  7. Wir haben die Vorbereitung im Grunde genau so gestaltet, wir hatten sogar das gleiche Buch ❤ Diese Videos haben wir am häufigsten geguckt: https://www.youtube.com/playlist?list=PLJhDFRupMdW7aXBCk6fYDyaLSjNyU5ech

    Das Schnurpselchen hatte außerdem zu Weihnachten eine Puppe bekommen, mit der haben wir schwanger sein und gebären dann auch öfter nachgespielt. Die Puppe wird jetzt dann halt auch immer im Tuch getragen und gestillt und ist überhuapt eigentlich immer aktuell.

    Wir hatten die Patentante als Geburtsbegleiterin für mich und Backup für Schnurpsel-Betreuung geplant.

    Aber dann kam alles anders und ich habe im Krankenhaus entbunden. Trotzdem ich das eigentlich nicht wollte war die Geburt (nach der ersten Trauer über die geplatzte HG) für mich gut, weil ich mich durch die intensive Vorbereitung auf die Hausgeburt auch generell gut auf die Geburt vorbereitet hatte und viel mehr bei mir war als bei Schnurpsels Geburt (wenn du's trotz Schwangerschaft lesen willst, findest du den Bericht unter "Erstens kommt es anders…" bei mir im Blog, aber ich linke mal nicht. CN: Einleitung, Saugglocke, Dammschnitt) und ich eine wunderbare tolle Hebamme hatte.

    Für mich war irgendwie immer klar, dass zur Hausgeburt auch die Geschwisterkinder dazu gehören 🙂

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    1. Liebe Zesyra,

      wunderschöne Geburtsvideos hast du da ❤ Meine Kinder werden über den "Nachschub" an neuem Material begeistert sein! 😉 …
      Das mit der Puppe finde ich auch eine sehr gute Idee! Darüber sollte ich vielleicht auch noch mal nachdenken.
      Ich denke wir beide sehen in einer Geburt das gleiche: einen natürlichen Vorgang. Deshalb ist es für uns auch nicht abwegig, dass unsere Kinder dem beiwohnen dürfen ❤

      Deinen Geburtsbericht werde ich wohl lieber erst nach der Geburt lesen. Ich weiß ja, dass du das verstehen wirst!

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

  8. Einfach total wunderschön! Ich denke in dieser Entscheidung spiegelt sich deine allgemeine Einstellung zu Schwangerschaft und Geburt wieder. Ich freue mich sehr für dich und deine Familie, dieses Ereignis gemeinsam erleben zu dürfen!
    Alles Liebe cao

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    1. Liebe Cao,

      daran spiegelt sich nicht nur mein Blick auf Geburten wider, sondern der von allen Familienmitgliedern. Es ist etwas ganz natürliches, was früher immer im Kreis der Familie zu Hause stattfand, bevor man es „auslagerte“ ins Krankenhaus. Das gleiche Phänomen findet man auch beim Sterben. Auch dort ist man mehrheitlich nicht mehr zu Hause, sondern im KH.

      Ich persönliche finde, dass man gerade diese zwei elementaren Lebensereignisse zurück in die Familie holen sollte. Man nimmt ihnen dann endlich den Schrecken und kann sie vielleicht wieder als das erkenne, was sie sind: natürlich.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

      1. Da ich ja als Krankenschwester gearbeitet habe, weiß ich nur zu gut, was du meinst. Da passieren teilweise für mich unfassbare Dinge im KH…
        Als ich von meiner geplanten Hausgeburt erzählt habe, habe ich weder Verständnis, geschweigedenn Mitfreude erlebt. Die einzigen Kommentare waren in der Richtung:“Das ist gefährlich. Ich würde mich das nicht trauen. Du bist aber mutig. Was da alles passieren kann, so schnell kommst du im Notfall ja dann nicht in ein KH.“ usw.
        Als ich nach dem KS unsere recht konservative Nachbarin traf, umarmte sie mich und sagte:“Ich bin so stolz auf dich, dass du ins Spital gegangen bist!“. Das, obwohl sie, hier am Land, zur Generation gehört, in der Hausgeburten noch normal und KH die Ausnahme war… Und dass es für mich vielleicht nicht so optimal war, bedenken die Mitmenschen nicht, hauptsache es ist alles gut gegangen, weil ich ja in „guten Händen“ war….

        Wenn wir mal ein weiteres Baby bekommen, ist es für mich auch nur logisch, dass mein Kind dabei sein wird, wenn es denn möchte.
        Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf einen Bericht über die Familiengeburt. 😍

        Alles Liebe cao

        Gefällt 1 Person

        1. Liebe Cao,

          ich kann mir so gut vorstellen, wie weh dir das getan haben muss, dass du zu einem KS Glückwünsche erhalten hast, den du dir so gar nicht gewünscht hast 😦 … Fühl dich ganz fest von mir gedrückt!

          Natürlich werde ich berichten, wie sich unsere Familiengeburt dann tatsächlich gestaltet hat und welche spontanen Wendungen sie vielleicht genommen hat. Freu dich schon mal drauf <3!

          Liebe Grüße
          Mother Birth

          Gefällt 1 Person

  9. Oh mein Gott, ist das schön. Ich bin nur bis zum Video gekommen und weine, weine, weine. Ich mache derzeit einen großen Bogen um Geburtsgeschichten und Beiträge zu Babys und dritten Kindern, ich kann die Sehnsucht kaum aushalten.

    Leider muss ich jetzt in den Kindergarten.

    Ich finde Deine Entscheidung so wunderwunderschön. Und Deine Kinder – wie wundervoll sie damit umgehen. Ich bin geflasht. Hätte Coco nicht zugetraut, das überhaupt zu checken. Wie ist das bei Busy Bee? Ach Mensch. Es ist so wunderschön.

    Ich lese später weiter.

    Alles Liebe!
    Mo

    Gefällt 2 Personen

    1. Ach, liebe Mo ❤ ((()))

      Ich verstehe dich total, dass du im solche Beiträge einen Bogen machen musst. Allzu verständlich. Umso mehr ehrt es mich, dass du trotz allem diesen Beitrag von mir gelesen hast/lesen willst. Das bedeutet mir unglaublich viel!

      Kinder sind erstaunlich clever, was Geburten angeht. Als hätten sie noch Zugriff auf eine eigene Erinnerung? … BusyBee versteht schon recht viel. Davon bin ich auch immer geflasht. Ihr ist zum Beispiel sehr bewusst, dass wenn sie den Bauch an einer Stelle intensiv streichelt, dass sie dadurch eine Reaktion vom Baby im Bauch bekommen kann. Ihr geht es vorrangig um das Baby im Bauch. NotYet mehr um den Geschehnisse, wie das Baby dort wieder raus kommt 😉 ….

      Bei dem Video muss ich auch immer das ein oder andere Tränchen verdrücken, auch wenn ich es schon so unglaublich oft gesehen habe ❤

      Lieb Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

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