Dies und Das, Schwangerschaft

Wenn alles zu viel ist…

Zur Zeit ist alles zu viel…

Zu viel von allem.
Zu viel Krankheit.
Zu viel Erschöpfung.
Zu viele Sorgen.
Zu viel unerledigte Dinge.
Zu viel Haushalt.
Zu viel Emotionen.
Zu viel Probleme, die auf Lösungen warten.
Zu viel für mich.

by Pixabay
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Allein

Ich fühl mich allein. Allein mit alle diesen Dingen, die sich unendlich vor mir auftürmen. Unüberwindbar erscheinen. Für mich jedenfalls. Ich habe zu wenig Energie und Kraft. Ich bin in einem Tief – physisch und psychisch. Bin längst weit über meine Grenzen hinaus, was ich ertragen kann und mag.
Man merkt das. Ich stehe unter Druck. Ein emotionales Pulverfass, was jeder Zeit beim kleinsten Funken zu explodieren dort. Es gibt keinen Puffer mehr. Er ist schon längst aufgebraucht. Ich bin eigentlich kein Mensch der extremen emotionalen Ausbrüche… Aber jetzt? Das Maß ist voll. Übervoll. Es ist zu viel. Alles viel zu viel…

Kein Ende in Sicht

Ich sehe zur Zeit kein Land. Immer wenn ich gerade Hoffnung schöpfe irgendein Problem würde sich endlich erledigt haben, kommt ein neues daher. Größer und kraftraubender als das vorige. Es scheint, als wäre ich Sisyphos. In einer immer währenden Aufgabe gefangen. Ohne Ausweg, ohne Hilfe. Ausgeliefert. Ich bin so müde. Weiß nicht mehr wie ich mich motivieren soll. Brauche einen Lichtblick. Irgendetwas was mir sagt:

„Es wird schon wieder. Gib nicht auf! Halte nur noch kurz durch, dann wird die Sonne wieder für dich scheinen…“

Leider sehe ich gerade nur noch grau in grau. Kein Lichtstrahl der mir Hoffnung schenkt.

Ich brauche einen Hoffnungsschimmer

Ich möchte mich am liebsten verkriechen. Die Bettdecke mir über den Kopf ziehen – die Welt da draußen aussperren. Alle Sorgen und Probleme vergessen. So tun als gäbe es sie nicht. Nur ganz kurz. Aber das geht leider nicht.
Ich bin an meine persönlichen Grenzen gelangt. Befinde mich gerade auf einem Drahtseilakt, immer im Begriff hinabzustürzen. Halte mich mit letzter Kraft oben. Hoffe. Hoffe auf Besserung. Auf bessere Zeiten. Durchhalten. Nur noch ein letztes Mal…
Und bete, dass es wirklich so ist, denn mehr wäre endgültig zu viel. Dann würde ich vermutlich aufgeben… Was das bedeutet, weiß ich noch nicht, denn ich habe noch nie in meinem Leben aufgegeben. Und ich möchte es auch in Zukunft nicht tun.

Aber eines weiß ich: Brauche dringend – so unendlich dringend – Kraft.*

*es wird schon wieder, aber es (ich) braucht Zeit

 

*EURE MOTHER BIRTH*

#mutlos #kraftlos #erschöpft

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30 Gedanken zu „Wenn alles zu viel ist…“

  1. Liebe Andrea,
    es tut mir wahnsinnig leid das du das alles gerade erleben musst. Ich kenne deine jetzige Situation mehr als gut und weiß wie Hoffnungslos alles manchmal erscheint. Du bist ein so wunderbarer Mensch, der immer für seine Lieben, seine Freunde, seine Mit-Blogger da ist und so schmerzt es mich sehr dir nur mit Worten helfen zu können.
    Es wird wieder besser werden, so banal wie es klingt, so wenig wie es momentan hilft ist es doch der beste Weg, aus einer solchen Situation. Belebe die Hoffnung, rede mit deinen Lieben über alles was dich beschäftigt und geh mit einem erleichterten Herzen daran die Aufgaben Stück für Stück zu erledigen. Eins nach dem anderen und wenn es an einem Tag nur eine Kleinigkeit ist. Und diese Tage, wo man kaum zum Luft holen kommt, die gibt es auch und an diesen Tagen ist ein Häkchen auf der To Do Liste nun einmal nicht drin. Vergiß dich selbst nicht bei den schier endlosen Meer an Aufgaben, obwohl es nicht einfach ist sich Me-Time zu sichern. Such dir etwas was nur für dich ist, was dir Spaß macht und nichts mit deinem riesen Aufgaben-Berg zu tun hat, denn das hast du dir verdient und du wirst wieder Durchatmen können.
    Ich drücke dich ganz fest und schicke dir, du großartige Frau, Mutter, Freundin Energie, Kraft und Nerven!
    Meine Gedanken sind bei dir!
    Liebe Grüße, deine
    Kathi

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    1. Liebe Kathi,

      deine Worte treffen mich Mitten ins Herz ❤ Sie tun so gut. Es sind nicht "nur" Worte – es ist viel mehr! Sie sind Bestätigung, sie sind Lob, sie sind Trost, sie sind Liebe, sie sind Hoffnung, sie sind Mut, sie sind Kraft, sie zeigen, dass ich nicht allein bin! ❤

      Ich werde versuchen in kleinen – sehr kleinen – Schritten zu denken. Mich nicht über Dinge ärgern, die ich eh nicht ändern kann. Sie annehmen und das beste daraus machen. Ds nimmt mir den Druck und erleichtert mich hoffentlich.

      Mich mit dir und den anderen wundervollen Frauen auszutauschen und eure Zuversicht zu spüren, gibt mir neuen Mut und neue Kraft. Es war genau der richtige Weg, dass ich darüber geschrieben habe. Das merke ich deutlich.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  2. Ich bin mir ganz sicher, dass wieder bessere Zeiten kommen und Du aus diesem jetzigen Tief gestärkt hervorgehst. Wie auch schon meine Vorschreiberinnen gesagt haben, glaube auch ich, dass in allem ein Sinn steckt, den wir nur nicht immer erkennen.
    Versuche, Kraft zu tanken und wieder neue Energie zu schöpfen, auch wenn das heißt, mal hier und da was liegen zu lassen.
    Und ja, auch ich kenne diese Zeiten, in denen eine geballte Masse an Sorgen etc. auf einen zurollt und man sich regelrecht erdrückt von ihr fühlt. „Das Leben ist wie eine Ketchupflasche: Entweder kommt nichts oder alles auf einmal.“ Ja, so ist es! Freue Dich auf die Zeiten, in denen wieder Ruhe einkehrt und Du wieder geniessen kannst!
    Alles Gute für Dich und eine sorgenfreie Restschwangerschaft!!!

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    1. Ich danke dir für deine lieben und Mut machenden Worte ❤
      Auch ich bin mir sicher, dass alle Tiefs in meinem Leben bisher ihren tieferen Sinn hatten. Dieses sicherlich auch. Leider erkennt man diesen erst, wenn man das Tief überwunden hat 😦 …

      Der Vergleich mit der Ketchupflasche ist unglaublich passend!

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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    1. Danke ❤
      Mir hat schon sehr gut getan meine Gefühle niederschreiben zu können. Es hat mir einen Teil der Last genommen, die gerade auf meinen Schultern liegt.
      Nun versuche ich so gut wie möglich nach vorne zu schauen und alles so anzunehmen wie es kommt.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  3. Vielleicht mag das bescheuert klingen, aber ich bin davon überzeugt dass alles irgendwo seinen Sinn hat. Dass alles was wir durchleben uns vorwärts bringt. Auch die negativen Dinge, die manchmal so unfassbar scheiße viel erscheinen. Die manchmal einfach nicht aufhören zu sein.

    Du bist für mich so ein positiver, energiegeladener Powermensch. Eine tolle Ehefrau und eine wunderbare Mutter. Du hast mir in meiner Schwangerschaft SO VIEL (!) geholfen. Du hilfst anderen SO VIEL!
    Du/ihr macht zur Zeit so viel mieses durch, irgendwann ist man da auch einfach am Ende.

    Ich wünsche dir von ganzen Herzen dass es bald wieder besser wird. Dass du zu deiner „alten Form“ zurück findest.
    Und wenn es irgendwas gibt, was ich über die Ferne tun kann, dann lass es mich wissen!

    Ich sende dir die sonnigsten Grüße!

    Gefällt 4 Personen

    1. Ich bin eigentlich auch immer eine Vertreterin der Auffassung:
      „Alles hat einen höheren Sinn…“
      Auch jetzt versuche ich einiges als „positiv“ einzuordnen, was passiert ist und denke: zum Glück… Trotzdem bleibt am Ende diese unglaubliche Erschöpfung, der ich nicht mehr Herr werde…
      Das macht mir Angst, weil ich merke wie ich mich dadurch verändere. Ich bin nicht mehr ich selbst. Und ich weiß, dass ich noch Kraft brauche: Kraft für die Geburt, Kraft für ein weiteres Kind, Kraft um wieder tandem zu stillen. Das macht mir alles unglaubliche Angst zur Zeit …. 😦

      Deine lieben Worte tuen meine Seele und meinem Herzen gut ❤ Erinnern mich an meine Stärken… ich muss sie nur wiederfinden…

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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      1. Manchmal passieren im Leben Dinge, die frau sich auch trotz aller Anstrengungen nicht positiv denken kann. Jedesmal wenn ich dachte, dass meine Grenzen erreicht sind, haben sie sich wieder verschoben. Es ging dennoch voran, auch wenn nur mit weniger als der halben Kraft. Ich wünsche dir alles Gute und schicke dir virtuell eine Tüte Zuversicht. Liebe Grüße, Silke

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    2. Ich kann mich da nur anschließen. Ich habe vor allem alle Tiefen im Leben als so eine Art Training auf Kommendes erlebt.So war ich vorbereitet und habe in meinen leeren Akkus immer noch Fünkchen von Energie gefunden. Das hilft zwar in dem Moment nicht wirklich weiter, zurückblickend ergab es einen Sinn.

      Gefällt 2 Personen

      1. Dabei gehe ich mit euch beiden absolut überein. Ich weiß selbst, dass meine größten Erfolge erst überhaupt geschehen konnten, weil ich zuvor meine schlimmsten Tiefpunkte erleben musste. Sie haben mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin! Ich brauche sie. Ich brauche auch den Kampf darum – wenn ich ehrlich zu mir bin.
        Trotzdem ist es manchmal so unglaublich schwer – gerade in der Schwangerschaft…

        Liebe Grüße
        Mother Birth

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  4. Liebe Motherbirth, ich kann sehr gut verstehen, wie Du Dich fühlst. Ich hoffe sehr für Dich, dass Du irgendwie Erholung bekommen kannst und Dein Umfeld Dir dabei hilft. Mir hat sehr geholfen, mit den Menschen um mich herum Klartext zu sprechen, zu sagen, dass es so nicht weiter geht. Da erst hat sich wirklich etwas bewegt.

    Gefällt 3 Personen

    1. Danke für deine lieben Worte.
      Mein Umfeld ist gar nicht so sehr das „Problem“, sondern eher die unvorhersehbaren Wendungen und Prüfungen des Lebens, die mich zur Zeit an meine Grenzen bringen. Nicht einzeln, sondern in ihrer geballten Masse… Zu viel in zu kurzer Zeit :-/

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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      1. Oh ja, dann kann ich Dir nur wünschen, dass diese Häufung von unangenehmen Dingen nun bald ein abruptes Ende hat. Trotzdem sehr gut zu lesen, dass Dein Umfeld nicht das Problem ist. Bei mir war es so, dass man nicht so richtig geglaubt hat, dass ich nicht mehr kann und erst als ich es mehr als deutlich gemacht habe, die benötigte Hilfe und das benötigte Verständnis kam. Ich habe Deine Texte immer als sehr stark empfunden, so wie diesen Text, in dem Du die Gefühle der Überforderung sehr klar wiedergegeben hast. Dieser Text hat mich deshalb vermutlich auch so sehr angesprochen. Ich finde, es ist eine große Stärke, seine Gefühle so klar benennen und die Situation so klar analysieren zu können und damit bist Du auch ganz nah an Deinen Bedürfnissen dran und findest auch wieder einen Weg für Dich. Nochmal alles Liebe!

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        1. Ich arbeitet gerade sehr an mir, dass ich all meine Gefühle zu lasse und sie auch nach außen trage und zeige, wie es in mir aussieht. Das ist für mich absolut nicht selbstverständlich. Ich wurde so erzogen, dass negative Gefühlsregungen schnell unterbunden oder überspielt werden sollten. Keiner will wissen, wenn es dir schlecht geht. Und schlecht sollte es nach Möglichkeit einem auch nur kurz gehen. Dann ist alles wieder super und niemand muss sich Sorgen machen… Es ging nie darum, wie es mir ging, sondern immer darum wie sich andere mit MEINEN Gefühlen fühlten. Ich sollte/musste darauf Rücksicht nehmen.
          Und nun habe ich hier in diesem Text mal Klartext geschrieben, auch wenn viele von mir etwas anderes erwartet hatten/haben: mehr Stärke, mehr Zuversicht, mehr Positives… Aber ich bin mehr. Und das darf ich auch zeigen.

          Mich berührt es übrigens sehr, dass du erkennst dass all meine Texte eine große Portion Reflexion beinhalten. Ich versuche immer mich reflektiert zu betrachten – fast schonungslos. Einige Menschen haben mir das schon als große Stärke zugeschrieben.

          Liebe Grüße
          Mother Birth

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          1. Es erfordert immer ganz besonders viel Stärke, zuzugeben, dass es einem nicht gut geht. Dann wird man in unserer Gesellschaft sehr angreifbar und verletzlich. Ich bin jeder Mutter dankbar, die auch über Überforderung schreibt. Es ist doch schlimm genug, dass viele von uns so überfordert sind. Wenn man dann noch darüber schweigen muss, ist man im doppelten Sinne bestraft. Liebe Grüße „Mara“

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            1. Liebe Mara,

              das sehe ich ebenso und deshalb wollte ich – die immer „Positive“ – auch zeigen, dass ich andere Seiten habe und auch haben darf. Wir alle sind manchmal überfordert. Das ist normal, aber leider sollen wir immer funktionieren. Das ist bedauerlich.

              ❤ Mother Birth

              Gefällt 1 Person

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