Dies und Das, Familie, Mother Birth, Schwangerschaft

Geduld, Mut und Vertrauen – Was meine Kinder mich lehren…

Kinderseelen

So, jetzt werden mich gleich einige für völlig verrückt und/oder esoterisch abstempeln, da bin ich mir fast sicher. Das ist ok. Trotzdem ist es für mich Realität und deshalb möchte ich darüber berichten. Aber warum soll es eigentlich gehen? Um Kinderseelen! Ich selbst bin davon überzeugt, dass ein Baby nicht nur einen physischen Körper besitzt, sondern auch eine Seele, die im Körper ein zu Hause findet. Diese Seelen sind mitunter schon länger bei uns, lange bevor wir schwanger werden. Begleiten uns eine Zeit lang. Wir müssen sie dann zu uns bitten. Aber manchmal müssen wir auch warten können, da es für diese Seele noch nicht an der Zeit ist zu kommen. Vielleicht hat sie noch eine andere Aufgabe zu erledigen oder sie wartet noch auf jemanden…

NotYet

Zwei Seelen – Seite an Seite by Pixabay

Wenn man warten muss…

Diese Seele hat mich Geduld gelehrt. Das Warten gelehrt. Ich habe mir so sehr ein Kind gewünscht. Alle Frauen – wirklich ALLE – in meinem näheren und ferneren Umfeld wurden schwanger: nur ich nicht… Außer meine gute Freundin, der erging es ähnlich wie mir. Bei uns wollte es scheinbar einfach nicht klappen. Wie durch ein Wunder wurden wir dann aber fast zeitgleich doch noch schwanger. So als hätten wir uns verabredet, aber ich glaube nicht WIR haben uns verabredet, sondern unsere beiden Söhne – oder besser gesagt: ihre Seelen haben dies getan! Sie haben aufeinander gewartet. Die eine war wohl noch nicht „frei“ oder bereit zu kommen. So lies die andere auch auf sich warten.

Gegen alle Voraussagen und Wahrscheinlichkeiten

Die Schwangerschaft meiner Freundin verlief damals leider nicht so komplikationslos wie meine. Der ET wurde immer wieder korrigiert. Letztendlich sollte er dann etwa 3 Wochen NACH dem von meinem Sohn NotYet sein. Dann setzten bei meiner Freundin aber viel zu früh geburtswirksame Wehen ein, der Muttermund öffnete sich auf etwa 8cm – notfallmäßiger Krankentransport in die nächste Uni-Klinik. Dort sagten ihr die Ärzte ganz klar:

„Die Geburt kann nicht mehr aufgehalten werden!“

Mit Hilfe eines Wehenhemmers wollten sie aber noch versuchen, die Zeit bis zum Wirkungseintritt der Lungenreifungsspritze zu überbrücken! Sie lag 3 Tage im Kreißsaal, auf dem Bauch schon der angezeichnete Kaiserschnittverlauf und dann passierte etwas unerklärliches: Die Geburt stoppte!!! Gegen alle Voraussagen der Ärzte, gegen alle Wahrscheinlichkeit, aber sie stoppte – für eine sehr lange Zeitspanne.

Eine ganz starke Verbindung

In dieser Zeit des Bangens und Hoffens habe ich gemerkt, dass die Seele meines Kindes oft „abwesend“ war. Sie hat ihren Körper verlassen und ist gewandert. Sie wurde woanders gebraucht. Ihr Seelenzwilling brauchte sie. Wir Eltern sind immer wieder erstaunt wie ähnlich sich die beiden Jungs bis heute doch sind. Als ob es sich im Zwillinge handelt, die eben nur nicht im Bauch EINER Mutter herangewachsen sind… Ich bin mir sicher, dass sie sich schon aus einem vorausgegangenen Leben kennen und nicht ohne einander sein konnten.

Kurz vor dem ET meines Sohnes gebar meine Freundin ihr Kind. Und nicht einmal 48 Stunden später kam auch mein Kind im selben Krankenhaus auf die Welt. Sie hatten sich abgesprochen, sie hatten ihren Plan und er ist anscheinend aufgegangen, denn: die beiden haben bis heute eine besondere Beziehung zueinander ❤ Manchmal sollte man Geduld haben, auch wenn man (noch) nicht versteht warum. Es macht irgendwann einen (tieferen) Sinn. Das habe ich mitgenommen und habe zu einer tiefen inneren Ruhe gefunden.

BusyBee

#Mut by Pixabay

Ich bitte dich ganz offiziell zu mir…

Ich war lange Zeit nicht bereit für ein weiteres Kind nach der ersten traumatischen Geburtserfahrung. Wir verhüteten schon nicht mehr, aber innerlich war ich noch nicht bereit. Dann bei einem Besuch in Hamburg öffnete ich mein Herz und erzählte einer Freundin davon. Ihr gestand ich, dass ich schon seit einiger Zeit eine Kinderseele in meiner Nähe spüren würde, die wartete – auf mich. Ich traute mich aber bisher nicht sie zu mir zu bitten. Aber genau an diesem sonnigen und wirklich schönen Novembertag in einem Park in Hamburg tat ich es – ganz bewusst, von ganzen Herzen und mit voller Überzeugung lud ich diese so sture, kleine Seele, die so lange ausgeharrt hat, zu mir ein. Und was soll ich sagen: ich wurde noch in diesem Zyklus schwanger.

Du gibst mir Mut über mich hinauszuwachsen

Ich hatte immer einen gehörigen Respekt vor der unbändigen Energie, die von dieser Seele ausging. Aber auch eine große Portion Bewunderung übrig für den unerschütterlichen Mut, den sie besaß. Ich habe diesen immer wieder gespürt. Schon lange bevor die Seele inkarniert ist. Sie hat mir Halt gegeben. Immer wieder. Wenn ich verzweifelt war, haderte, Angst hatte, weder ein noch aus wusste. Sie war immer da. Ich habe viel mit ihr gesprochen, meine tiefsten Gefühle mit ihr geteilt. Dinge ausgesprochen, die ich niemals einem anderen Menschen eingestanden hätte. Sie war ein Geschenk des Himmels, dass ich genau in dieser Situation brauchte, nötig hatte. Ich war schwach, aber durch sie durfte ich mich stärker fühlen. Ich habe mich mitreißen lassen, traue mich seitdem Dinge zu tun und Gedanken zu denken, die ich früher niemals zugelassen hätte. Ich bin mutiger geworden. Dafür bin ich dankbar.

Ein direkter Draht

Wir hatten von Anfang an einen direkten Draht zu einander. Immer ein offenes Ohr. Tag und Nacht. Eine Verlässlichkeit, die mir gut tat und die ich ehrlich gesagt damals so unglaublich nötig hatte, um nicht wieder meinen Mut zu verlieren und zu verzweifeln. Immer präsent, immer da, immer an meiner Seite. Immer wenn ich Bestätigung brauchte – Gewissheit -, dass es meinem Baby gut geht, hat sie geantwortet. Unverzüglich. Sie hat meine Ängste besiegt. Niedergerungen mit ihrer unglaublichen Stärke und ihrem Mut.

TrustMe

Fundstücke: Treibholz, Perlmutt und Perle

Kann ich dir vertrauen?

Tja, jetzt habe ich wohl doch den (vorläufigen?) Blognamen unseres dritten Kindes verraten 😉 … Bei dieser Seele dreht sich alles um Vertrauen und Vertrauensbeweise. Es ist eine sehr schüchterne Seele, die zuerst mit einer Art Sicherheitsabstand in Kontakt zu mir getreten ist. Unsicher, ja fast schüchtern und etwas ängstlich nicht wirklich gewollt zu sein. Diesmal ist diese Unsicherheit nicht von mir ausgegangen. Diesmal war es an mir die Mutige, die Starke zu sein!

Vertrauensbeweise sammeln

Diese Seele hat mich regelrecht geprüft – auf Herz und Nieren. Hat mich den gesamten Sommer auf Trab gehalten, unstet eine Liste an Aufgaben abarbeitend, um mein wirkliches Wollen unter Beweis stellen zu können. Ich gestehe: diese Seele hat mich bisher am meisten in den Wahnsinn getrieben. 🙂 … Das Ergebnis unserer Mühen sind Fundstücke von 3 verschieden Meeren: das Treibholz aus der Ostsee, Perlmutt aus dem Watt der Nordsee und letztendlich eine ECHTE Perle (stammt wohl aus einer kaputten Kette) aus dem Mittelmeer. Alles zusammengetragen in einem Sommer von der ganzen Familie. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen.

Mama, schau doch das Baby da…

Meine Tochter hat im Urlaub am Strand immer ein „Baby“ gesehen. Hinter uns. Nur da war keines – also zumindest keins aus Fleisch und Blut. Wir waren allein an einem einsamen Strandabschnitt. Nur wir…. Ich denke sie hat die Seele wahrgenommen, konnte sie spüren. Sie hat ihr oft zugewinkt und gesagt:

„Mama, schau doch das Baby da!“

Mich hat das sehr berührt, dass anscheinend nicht nur ich sie wahrnehmen konnte, sondern auch meine kleine Tochter diese Gabe besitzt.

Die Inkarnation

Es war das allererste Mal, dass ich spüren konnte, wie die Seele inkarnierte. Ein Feuerwerk aus Licht breitete sich aus. Wundervoll glänzend und hell. Reines weißes Licht. Es hatte etwas magisches an sich dieser Moment, den ich nie vergessen werde. Ich habe lange von ihm zehren müssen, da danach der Kontakt abbrach. Abrupt. Unvorhersehbar. Gänzlich. Ich konnte diese Seele einfach nicht mehr erreichen. Für mich eine Situation, die ich von meinem anderen Kindern so nicht gewohnt war. Völliger Kontaktabbruch? Ich war verwirrt. Ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, warum es dazu kam, aber ich lernte dadurch nachdrücklich Vertrauen zu haben. Wir haben uns gegenseitig Vertrauen geschenkt, sind über unsere eigenen Schatten gesprungen und pflegen jetzt schon ein sehr tiefes Vertrauensverhältnis, für das ich unendlich dankbar bin. Ich vertraue dir – jeden einzelnen Tag aufs Neue … ❤

 

*EURE MOTHER BIRTH*

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11 thoughts on “Geduld, Mut und Vertrauen – Was meine Kinder mich lehren…”

  1. Etwas unheimlich, aber von Herzen schön schmiegen sich deine Worte in mir. In den letzten beiden Jahren habe ich zwei Seelen wieder gehen lassen müssen, besonders das zweite Mal hat es mich tief getroffen. Und auch wenn ich weiß, dass es für diese zwei Seelen noch nicht an der Zeit war geboren zu werden, beißt die Zeit, die ich zu verlieren zu scheine, sich in meinen Herzen fest. Einladen, in Kontakt treten, bewusst Sein finde ich in diesem Zusammenhang wirklich schöne Gedanken. Vielen Dank für deine Worte!

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    1. Liebe Katja,

      ich danke dir für deine lieben Worte ❤
      Ich bin ganz erstaunt über das positive Feedback, dass ich so gar nicht erwartet hatte. Viele Frauen sagen mir, dass sie dankbar sind, dass ich dieses Thema so offen angesprochen habe. Ich dachte immer, ich wäre recht allein damit – viele haben es anscheinend auch geglaubt. Nun sieht man, dass es gar nicht so ist.
      Texte verbinden ❤ Ich bin froh, darüber geschrieben zu haben.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Mother Birth!
    Dein Text hat mich sehr bewegt. Als ich zum 1. Mal in die Augen meiner Tochter sah, wusste ich, was diese Seele brauchte und welche Aufgabe ich dabei hatte. Mein zweites Kind lud ich zu mir ein. Dieser Gedanke kam ganz intuitiv und in diesem Zyklus wurde ich schwanger. Hier spüre ich schon deutlicher als in der ersten Schwangerschaft, was sein wird und was meine Aufgaben dabei sein werden. Das sind sehr besondere Erfahrungen. Schön, dass du diesen Text veröffentlicht hast.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Leen,

      ich glaube, dass man sich mit jeder Schwangerschaft deutlicher mit der Seele verbinden kann. Weil man irgendwie achtsamer wird. Feinfühliger für diese besonderen Schwingungen, wenn man so will.
      Mit jeder Seele entwicklen wir uns auch weiter – erweitern uns. Das schafft mehr Möglichkeiten – auch für das Fühlen und Spüren… Ich weiß du verstehst mich ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  3. Liebe Andrea,

    Ein sehr schöner und ehrlicher Beitrag! Ich kann das für mich so nicht 100%ig unterschreiben, aber ich habe mich ehrlich gesagt auch nie auf diese Weise mit dem Thema Schwangerschaft beschäftigt.

    Alles Liebe Sabrina

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sabrina,

      es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefallen hat, auch wenn es für dich ein ganz neuer Aspekt zum Thema Schwangerschaft ist. Ich finde es toll, dass du so offen für dieses Thema bist. Danke.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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