Geburt, Mother Birth, Schwangerschaft

#Affirmationen – meine mentale Geburtsvorbereitung

Wenn man sich mit dem Thema #Hypnobirthing oder aber mentaler Geburtsvorbereitung beschäftigt, kommt man nicht um den Begriff #Affirmationen herum. Es gibt aber auch Synonyme, die Verwendung finden:

  • Kraftsätze
  • Mantras
  • Manifestationen
  • Bestätigungen
  • Glaubenssätze

„Altlasten“ los werden…

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, haben wir alle Ängste in Bezug auf die Geburt. Aber woher rühren diese? Gerade vor meiner ersten Geburt war ich erfüllt von einer Unzahl an Ängsten und Sorgen, ohne dass ich selbst je eine Geburtserfahrung gemacht hatte. Meine Geisteshaltung beruhte damals auf den Erzählungen meiner weiblichen Verwandten – keine guten Geschichten, eher beängstigende. Die anerzogenen Glaubenssätze, die ich damals nicht hinterfragte, generierten meine Ängste. 

  • Ich glaubte daran, dass ich keine Wehen bekommen kann.
  • Ich glaubte daran, dass ich weit über den Termin gehen werde.
  • Ich glaubte daran, dass ich eingeleitet werden muss.
  • Ich glaubte daran, dass man keinen Laut geben darf unter der Geburt.
  • Ich glaubte daran, dass Geburt mit den schlimmstmöglichen Schmerzen, die man sich vorstellen kann, verbunden ist.
  • Ich glaubte daran, dass man entbunden wird, statt zu gebären.
  • Ich glaubte daran, dass Männer von Geburten traumarisiert werden.
  • Ich glaubte daran, dass man nur in einem Krankenhaus sicher gebären kann.
  • Ich glaubte daran, dass eine Wassergeburt gefährlich für Mutter und Kind ist.
  • Ich glaubte daran, dass ich nach der Schwangerschaft nie wieder schlank werde.

Die Liste könnte ich unendlich erweitern – leider 😦

Bilder – fiktive Bilder aus Geschichten, die ich nicht einmal selbsterlebt habe – schürten also meine Ängste und blockierten mich für meine eigenen Erfahrungen. Ich war nicht frei. Mein Kopf war nicht frei. Ich war gefangen in dem Erlebten anderer Menschen. Das hat mich begrenzt, mich daran gehindert unvoreingenommen eine positive Geburtserfahrungen machen zu können. Aber wie gelingt es mir diese Glaubenssätze zu überwinden?

by Pixabay

Neuausrichtung

Ich muss mein Denken – mein Glauben – neu ausrichten. Meine anerzogenen, negativen und teilweise destruktiven Glaubenssätze hinterfragen und „überschreiben“. Ich muss mein Gehirn etwas austricksen und ihm beibringen etwas Neues zu denken. Wir müssen uns erlauben unsere Vorstellungskraft für positive Visionen zu nutzen, anstatt für das Sich-Ausmalen von Horrorszenarien. Oft geschieht dies unter dem Deckmantel des „Selbstschutzes“, damit man im Nachhinein nicht allzu sehr enttäuscht sein muss…

Man hat eh mit dem Schlimmsten gerechnet …

Was aber vordergründig als Selbstschutz daherkommt, ist meist ein Selbstsabotageprogramm. Wir verharren in einer ängstlichen und negativen Erwartungshaltung. Erlauben uns selbst nicht, uns positiv neu zu „programmieren“. Denn das ist es, was Affirmationen tun:

Sie programmieren unser Denken neu – nach unserem Wunsch. Wir bestimmen, was wir denken wollen. Wir müssen nicht in den alten Glaubenssätzen verhaftet bleiben. Es ist unsere Entscheidung. Bewusst!

 Neue Einstellungen erfolgreich verknüpfen

Aber wie gelingt das Manifestieren man besten? Es gibt darauf keine universell gültige Antwort. Wenn man einige Punkte beachtet, kann dies helfen, dass sich die neuronalen Netzwerke im Gehirn neu verschalten, so dass eine erfolgreiche Verknüpfung der Affirmationen gelingt.

  1. Formuliere deine Affirmationen so, als wenn sie schon Realität sind. Kein Futur bitte! 
  2. Komme in die Selbstermächtigung, werde aktiv und verharre nicht in einer passiven Erwartungshaltung. Bedeutet: KEIN wünschen, KEIN hoffen, KEIN glauben, sondern „Ich kann…“„Ich weiß…“ oder „Ich bin überzeugt…“.

Es gibt unterschiedliche Methoden, wie die Affirmationen sich einfacher verknüpfen lassen. Je nach Typ, wird man einer Methode den Vorzug geben. Ich persönlich bin ein sehr visueller Mensch. Deshalb werde ich meine Affirmationen aufschreiben, um sie im Alltag immer wieder vor Augen haben zu können. Dies kann auf vielerlei Varianten geschehen:

  • Collage
  • Visionbaord
  • Post-its
  • Affirmationskarten

Ich habe beschlossen meine neunen Glaubenssätze auf SPIEGELN und GLASFLÄCHEN im ganzen Haus schreiben. Ich halte mir also selbst täglich den Spiegel vor… 😉 Ich hoffe, dass mir somit die Integration in den Alltag einfacher gelingt. Immer wenn ich also vor einem Spiegel oder einer Glasfläche stehe, sage ich meinen Affirmationssatz laut auf. Bei für mich besonderes wichtigen Sätzen oder Wörtern, werde ich einen zusätzlichen ANKER setzen. In meinem Fall das Riechen an einem Duftöl (Entbindungsduft). Unter der Geburt ist es mir dann ein Leichtes durch das Riechen an eben diesem Duftöl, die dazugehörige Affirmation, mit all ihren positiven Assoziationen, mir ins Bewusstsein zurufen.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit auditive Verknüpfungen zu schaffen. Hierbei ist er wichtig zu beachten, dass man sich möglichst Instrumentalmusik auswählt, mit der man noch KEINE anderen Assoziationen verbindet. Ein unbeschriebenes Blatt sozusagen … 😉

Und das wichtigste zum Schluss:

Man MUSS Disziplin für mindestens 21 Tage haben!

Denn genau so lange braucht das neuronale Netzwerk im Gehirn, um sich neu und vor allem BESTÄNDIG zu verschalten.

Affirmationen

Vor der letzten Geburt nutzte ich einfach die „vergebenen“ Affirmationen aus dem Hypnobirthing-Buch von Marie F. Morgan. Nun möchte ich diesmal einen Schritt weiter gehen und meine Affirmationen „personalisieren“ – also auf mich ganz persönlich zuschneiden. Ich habe meine für mich wichtigen Glaubenssätze zusammengetragen. Vielleicht können sie ja inspirierend wirken oder aber regen zum Nachdenken über die eigenen Glaubenssätze an… 😉

Meine #21challenge

Und weil ich wenig Durchhaltevermögen und Disziplin habe, setzte ich mich einfach mal etwas unter Druck. Ich will eine kleine #challenge machen. Mindestens 21 Tage lang. Jeden Tag werde ich eine meiner Affirmationen posten. Sie werden alle unter diesem Beitrag gesammelt. Somit motiviere mich mein Vorhaben konsequent durchzuziehen. Mein eigener Reminder sozusagen 🙂 Morgen, den 23.3., geht es offiziell los.

Ich hoffe, ihr unterstützt mich in meinem Vorhaben und erinnert mich notfalls daran! Mein innerer „Schweinehund“ ist nämlich ein harter Gegner 😉 …

 



*EURE MOTHER BIRTH*

#Affirmationen #Glaubenssätze #Manifestation #Hypnobirthing #21challenge #Einstellungen #visuell #auditiv #Anker #Neuausrichtung #hinterfragen

 

 

 

 

 

 

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35 thoughts on “#Affirmationen – meine mentale Geburtsvorbereitung”

  1. Mir haben meine Affirmationen sehr geholfen. Dein Text könnte man bei jedem Geburtsvorbereitungskurs austeilen, ich bin sichter, das allein würde die Gebärkultur nachhaltig verbessern 😉 ich freue mich sehr auf deine restlichen Affirmationen und wünsche dir viel Spaß dabei 🙂 wenn ich dein Schweinehund wäre würde ich kampflos aufgeben bei so viel Engagement und guten Ideen 😀

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    1. Wow, was für ein Lob! Danke du Liebe ❤
      Ich freue mich immer wenn ich Rückmeldungen zu meinen Texten, die ja schließlich mein Leben widerspiegeln, bekomme. Das ist so wertvoll für mich. Dieser Austausch bedeutet mir viel… und wenn dieser dann auch noch so positiv bestärkend ist, wie mit dir, scheint bei mir die Sonne im Herzen!

      Danke.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  2. Wundervoller und hilfreicher Text ♡ ich bin gespannt auf deine Affirmationen! Ich hatte auch einige sehr persönliche Sätze, welche mich in der Schwangerschaft getragen haben und mir halfen im Vertrauen zu bleiben ♡
    Alles Liebe für dich!

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  3. Ich habe unter der letzten Geburt beständig mit dem Kind geredet. „Du machst das super, bald sehen wir uns. Ich freu mich auf dich.“
    Und habe mir immer wieder vorgestellt am Meer zu sein mit den Füßen am Ufer und eine Welle nach der nächsten.

    Ich wünsche dir eine wundervolle Geburt(svorbereitung)!

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    1. Das sind wundervolle mentale Übungen, die du gemacht hast. Sehr hilfreich und gut! Solche Imaginationen sollten eigentlich alle Frauen nutzen 😉 …
      Wir vergessen immer wie machtvoll unser eigener Geist eigentlich ist. Er hat die Macht unseren Körper zu führen – nach unseren Wünschen, denn was wir denken (wollen), darüber bestimmen wir ganz allein!
      Ich denke das mögliche Potential unserer Gedanken schöpfen wir bei weitem noch aus…

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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  4. Du hast recht mit allem was du schreibst, was macht man allerdings wenn man sich mental wirklich positiv auf alles einstellt und dann bricht alles unter einem zusammen? Ich war schwanger, 9 Monate war alles tip top laut Ärzten, nur ich hatte immer ein schlechtes Gefühl. Dann habe ich mich auf die positiven Seiten eingelassen, endlich das Gefühl zu meinem Baby bekommen und am nächsten Tag, nach dem Tag wo ich endlich das Gefühl hatte ich fühle meine Tochter, kam raus, dass meine Tochter nicht lebensfähig ist. Ich habe mich so betrogen von mir selbst gefühlt, habe endlich verstanden warum ich nie das richtige Schwangerschaftsgefühl hatte. Für mich war es das Schwerste mir das verzeihen zu können. An dem Tag als ich endlich dachte “alles wird gut“ war ich endlich gelöst und glücklich und am nächsten Tag lag meine Welt in Scherben. Nun versuchen wir wieder schwanger zu werden und ich habe keine Angst schwanger zu werden, allerdings habe ich Angst davor Ärzten zu vertrauen. Das Mantra, dass mich dort stärkt habe ich noch nicht gefunden.
    Liebe Grüße Gina

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    1. Liebe Gina,

      zu allererst möchte ich dir von Herzen mein ganzes Mitgefühl aussprechen und dich am liebsten in meine Arme schließen ❤ …

      Es ist eine ganz schwierige Frage, die du mir stellst. Ich kann dir keine Patentlösung anbieten. Ich kann dir aber meine ganz eigenen Gedanken dazu schreiben.
      Dein Bauchgefühl stimmte – von Anfang an. Vertraue auch diesmal wieder darauf – auf dich. Aber dein Vertrauen in die Ärzte ist verständlicherweise erschüttert. Du stellst dir sicherlich Fragen wie: "Wie konnte das so lange übersehen werden?" Aber man muss sich vor Augen führen, dass der Ultraschall immer nur "so gut" ist, wie der Arzt, der die Bilder interpretiert… leider. Garantien gibt es nicht – auch wenn einem das Gefühl von absoluter Sicherheit vermittelt werden soll.

      Ich habe diesmal nur einen Ultraschall machen lassen. Aber ich habe mich vorher auch intensiv mit dem Thema Tod auseinander gesetzt. Klingt für einige sicherlich seltsam, wenn man eine Schwangerschaft plant, aber für mich gehören Sterben und Gebären ganz nah zueinander. Es sind Dinge bei denen wir nur einen begrenzten Einfluss haben und selbst Mediziner an ihre Grenzen kommen. Auch sie verstehen bis heute nicht alle Vorgänge und Dinge in diesem Zusammenhang.

      Mantras, dass ich in dem Zusammenhang selbst nutzte:
      "Ich übernehme die Verantwortung, ich gebe sie nicht an Ärzte ab."
      und
      "Ich nehme mein Kind an, so wie es ist."
      und
      "Ich liebe mein Kind bedingungslos – egal wie lange es bei mir bleiben kann."

      Ich hoffe, ich konnte deine Frage irgendwie beantworten.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

    1. Ich fühle mich auch etwas genial 😉 … zumindest was die Idee angeht meinen inneren Schweinehund besiegen zu können!
      Ich bin wirklich gespannt, was es für Rückmeldungen zu meinen ausgewählten Affirmationen geben wird.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

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