Gastbeiträge - von euch für mich, Geburt, Mother Birth

#Gastbeitrag: Eine Geburtsreise – zwei Blickwinkel. Teil 2: Aus Sicht der Mutter

Den Teil 1 – aus Sicht der Doula – findet ihr hier.

Nun im Teil 2 soll die Mutter – Isabelle – zu Wort kommen. Sie schildert zwar dieselbe Geburtsreise und doch eine ganz andere. Der Blick von außen ist immer ein anderer, als das Gefühlschaos, was im Inneren tobt während eine Frau ihr Kind gebärt. Isabelle nimmt euch auf eine intensive Gefühlsachterbahn mit, die mir beim Lesen eine Gänsehaut erzeugt hat…


Nachdem meine Doula Isabella Ulrich so einen wunderbaren Beitrag über Vikthor’s Geburt geschrieben hat, möchte ich gerne erzählen, wie ich es wahrgenommen habe, bevor die Hormone meine letzten Erinnerungen wegschwemmen….

Zwischen Verzweiflung und unglaublicher innerer Stärke

Am 9.6. abends war ich alleine zu Hause und habe mich vor meinen Geburtsaltar gesetzt, um mit Vikthor Kontakt aufzunehmen und zu schauen, wie es ihm geht. Er berichtete mir, dass er am 10.6. zu uns kommen würde und ich war erleichtert, denn ich hatte schon die ganze Zeit das Gefühl, dass es losgehen könnte….

Die Geburt beginnt

Am selben Abend hatte mein Mann Benjamin Spätdienst und kam erst nach 23 Uhr nach Hause. Um 24 Uhr hatte ich die erste Welle (Wehe) aber ich konnte mich noch 2 Stunden hinlegen, bevor es losging. Um 2 Uhr in der Früh konnte ich nicht mehr leugnen, dass die Geburt begonnen hatte ihren Lauf zu nehmen. Leise bin ich also aufgestanden und habe im Geburtszimmer unsere Hochzeitskerze und Vikthor’s Geburtskerze angezündet.

#Geburtsaltar – das Licht des Lebens erstrahlt… ❤

Es war finster draussen und die Stimmung war total friedlich. Es schien die Welt still zu stehen und es gab nur Vikthor und mich. Und den Klang des Koshi Windspiels. Ich atmete und begrüßte jede Welle. Ich bewegte mich instinktiv und legte die Geburtskette, die die Mädels am Blessingway für mich gebastelt hatten, um. Ich eröffnete einen heiligen Raum und bat alle Kräfte und Wesen der 5 Himmelsrichtungen um deren Kommen, deren Segen und deren Schutz. So vergingen die Stunden in Zweisamkeit mit meinem Sohn und dem Erwachen des Tages. Als ich um 4:35 Uhr meine Hebamme anrief, um sie zu informieren, dass die Wellen schon in 5 minütigen Abständen kämen, war sie wie gewohnt die Ruhe selbst. Ich würde sie später nochmals anrufen, wenn es etwas heftiger von der Intensiät werden sollte. Um ca. 6 Uhr rief ich Isabella an – meine Doula. Irgendwann kurze Zeit später war Benjamin wach und entschuldigte sich dafür, dass er den Anfang der Geburt verschalfen hatte 😉

Die Naturgewalt einer Geburt kann auch beängstigend wirken.

Allmählich wurden die Wellen stärker und mein Mann ließ mir ein Bad ein. Ich musste nun schon tönen und hatte das Gefühl, dass sich mein Körper gut öffente. Um 8:30 Uhr kam Patricia – ca. 1 Stunde später Isabella. Die Geburt war voll im Gange. Ich war überrascht, wie schön es war diese 3 Menschen um mich zuhaben, die mich mit einer Ruhe und Unaufdringlichkeit betreuten und immer zu wissen schienen was ich gerade brauchte… Ich war vollkommen in mich gekehrt. Am Spüren, am Atmen, am Tönen. Wie in einer eigenen Welt mit Vikthor. Ich spürte wie mein Körper sich mehr und mehr öffnete. Ich spürte eine Urkraft durch meinen Körper fahren, die ich bis Dato noch nicht gekannt habe. Es machte mir Angst voll in diese Kraft zu gehen und im Nachinein betrachtet, glaube ich, dass ich dadurch die Geburt gebremst habe.

Völlige Verzweiflung und Hilflosigkeit

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich merkte, dass jede Welle die kam, und mit ihr der ganze Schmerz, zu nichts mehr führte. Es bewegte sich nichts mehr weiter. Es gab einen Stillstand. Es war egal, welche Position ich einnahm. Egal wie oft ich am Klo war. Egal wie ich mich bewegte. Ich konnte die Wellen kaum mehr ertragen und es überkam mich ein Gefühl der Hoffnunglosigkeit. Ein Gefühl, dass ich es niemals schaffen würde. Dass alles, was ich machen und versuchen würde, nicht fruchten würde. Ich wusste, ich musste aufgeben.

Aber was bedeutet aufgeben? Ins Spital gehen und um einen Kaiserschnitt betteln? Mich hinlegen und sterben? Oder alles loslassen?

Ich wuste nicht mehr, was ich denken sollte. Mein ganzer Körper war wund. Die Wellen waren so stark und ich hatte ihnen nichts mehr entgegen zu setzten…. Ich hatte keinen Plan. Keine Strategie. Keine Ahnung. Keine Kraft. Keine Hoffnung. Es fühlte sich an wie eine Kapitulation. Wie das größte Versagen meines Lebens. Ich war im Begriff mich zu verlieren, nein, sogar mich aufzulösen.

Machten alle Frauen das so mies wie ich? Versagten alle dermaßen bei der Geburt? Wie konnte es sein, dass jemand solche Strapazen aushält und ich von mir selbst glaube den Verstand zu verlieren? Orgasmic birth? Das Baby rausatmen? Die Spinnen doch!

Mein Versprechen: Ich würde ALLES für dich tun!

Irgendwann verriet mir Patricia, dass Vikthor nochmal „hochgerüttelt“ werden muss, damit sich sein Kopf richtig einstellt. So wäre er nicht in einer gebärfähigen Position (hoher Gradstand). Mit, für mich sehr schmerzhaften, Rebozo-Techniken, haben Patricia und Isabella das Baby „hochgerüttelt“. Ich habe geweint, hatte Mitleid mit mir selbst, wusste aber gleichzeitig, dass das jetzt zu tun war. Hatte ich nicht schon Wochen zuvor Vikthor versprochen, dass ich ALLES tun würde, um ihn gut auf diese Welt zu bringen? Plötzlich erinnerte ich mich an diesen Dialog mit ihm. Das war der Moment gewesen, in dem ich damlas auch meinen Frieden mit dem Kaiserschnitt geschlossen hatte… Ich würde also alles tun. ALLES. Jetzt war ich wieder bereit! Mir wurde noch ein Katheter gesetzt, weil meine Blase den Urin nicht loslassen wollte (…das war wohl auch ich gewesen, die Angst hatte vor dem Loslassen…) und danach kam alles so richtig in Gang. Das Köpfchen stellte sich ein und in der tiefen Hocke konnte ich Vikthor mit ein paar kräftigen Wellen weiter in das Becken hinunter atmen. Benjamin hielt mich fest an den Armen, wie ein Fels und gab mir all den Halt, den ich brauchte. Ich lies jetzt alles zu. Die Wellen überrollten mich. Mein Tönen war animalisch. Ich schrie, ich hielt mich am Benjamin fest, der die ganzen 14 Stunden nicht von meiner Seite gewichen war. Ich schob, ich atmete und lies alles geschehen, bis ich plötzlich anfing zu bluten. Bei jeder Welle hatte ich schon das Gefühl gehabt, ich würde Vikthor’s Köpfchen gleich gebären, doch dann sagte Particia in gewohnter Ruhe, aber mit einer eindringlichen Bestimmtheit, die ich niemals vergessen werde, dass es wichtig sei, dass Vikthor mit der nächsten Welle geboren wird. Keine weitere Info. Keine Panikmache. Einfach nur dieser Satz von ihr und ich wusste, dass es jetzt so weit war: der Punkt an dem ich dieses „ALLES“ für Vikthor geben musste stand mir bevor… Es gab keinen Zweifel. Keine Überlegungen. Kein Erbarmen. Kein Zögern. Die allerletzte Welle rollte auf mich zu und mit aller Kraft schob ich dieses kleine Wesen aus meinem Körper, indem ich mich bei Benjamin anhielt und Kräfte in mir mobilisierte, die die Erde erschüttern liesen. Sie kamen von meinem tiefsten Inneren. Von mir und von Vikthor zugleich. Sie stülpten mein Inneres nach außen.

Ein Wunder

Ein Wunder

Um 16:21 Uhr erblickte ich Vikthor zum ersten Mal und konnte es kaum glauben! Dieser kleine Mensch, der so lange in mir gewohnt hatte, war nun da und ich durfte ihn umarmen, ihn riechen und halten! Ich sah Benjamin an, der weinte und mich durchfuhr eine tiefe Liebe für die beiden und eine Erfurcht dem Leben gegenüber. Es war wie ein Wunder!

Doch noch nicht ganz geschafft – die Nachgeburt

Viel Zeit diese Gefühle zu genießen, blieb mir leider nicht, denn ich verlor viel Blut. Die Plazenta hatte sich teilweise abgelöst. Das war auch der Grund gewesen, warum ich nur mehr 1 Welle Zeit bekommen hatte um Vikthor zu gebären… Der Rest der Plazenta lies dann aber leider auf sich warten und ich hörte nicht auf Blut zu verlieren. Ich spürte wie mein Kreislauf zu versagen drohte, wie ich an der Schwelle zur Bewusstlosigkeit war. Ich zitterte am ganzen Körper und hatte Mühe bei Bewusstsein zu bleiben. Patricia hängte mir Infusionen an und rief die Rettung. Isabella kümmerte sich um Benjamin, der Vikthor keine Sekunde aus den Armen lies. Wir wurden nach Hainburg ins Spital gebracht, wo Dr. Walder zwar mit 2 Akkupunkturpunkten die Plazenta holte, mich dann aber doch operierte, weil ich einen Dammriss 3. Grades hatte… Benjamin war die ganze Zeit über bei mir und hielt Vikthor im Arm der, vom Papa beschützt, seelig schlief. Ich wollte nicht getrennt werden von den beiden, aber ich wusste, dass auch das jetzt noch geschehen musste…

Vater und Sohn ❤

Als ich dann um ca. 20:30 Uhr vom OP ins Zimmer geschoben wurde, warteten da meine 2 Männer, aber auch Patricia und Isabella auf mich. Ich war überrascht und freute mich sehr. Vor allem aber über Vikthor, den ich ja noch nicht so begrüßt hatte, wie ich es gerne getan hätte…

2 Tage mussten wir bleiben und ich bekam Bluttransfusionen, weil mein Hämoglobinwert auf 5,5 gesunken war. Am 3. Tag sind wir auf Revers nach Hause gegangen, wo wir nun die Zeit zu dritt über alles genießen!

Danke ❤

 

Die Geburt war für mich eine Grenzerfahrung, eine Grenzüberschreitung und doch würde ich alles wieder so machen um dieses Geschenk zu erhalten…

Vikthor und Benjamin, ich liebe euch von ganzen Herzen und aus tiefster Seele. Danke für euer Dasein
Patricia und Isabella ich bin euch auf ewig dankbar für Eure Begleitung. Ohne Euch hätte ich es nicht geschafft!


Liebe Isabelle, ich danke dir von Herzen für deine offenen und zum Teil schonungslosen Worte, die den Kern jeder Geburt wunderbar erfassen:

 

*****

Anmerkung:

Die im Text geschilderten Geburtskomplikationen sind äußerst selten und wurden kompetent von der Hausgeburtshebamme erkannt, so dass immer rechtzeitig gehandelt werden konnte. 

*****

*EURE MOTHER BIRTH*

 

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7 Gedanken zu „#Gastbeitrag: Eine Geburtsreise – zwei Blickwinkel. Teil 2: Aus Sicht der Mutter“

  1. Ohweh, auch wenn ich so gerne Geburtsberichte lese, muss ich sagen, dass der hier mich ziemlich verstört hat. Vor allem, weil es dazu ja noch den ersten Teil der Doula gibt. Und der wirkt, jetzt wo ich den zweiten Teil gelesen habe, auf mich leider geradezu wie esoterisch angehauchte Schönfärberei. Du weißt, ich hatte selbst zwei Hausgeburten und stehe da total hinter. Allerdings finde ich es echt richtig schwierig, solche komplizierten Geburten in einer derart lapidaren Art zu beschreiben.

    Denn seien wir doch mal ehrlich: Das hier war eine echt gefährliche Situation! Die meisten Hausgeburtshebammen hätten schon bei der Diagnose Hoher Geradstand in eine Klinik verlegt – und vermutlich wäre das auch das beste gewesen. Richtig schockiert hat mich dann aber die Beschreibung, dass trotz vorzeitiger Plazentaablösung Mutter und Vater noch mit dem Kind allein gelassen wurden, damit sie ihr Baby kennenlernen können. Das ist vielleicht nett gemeint, aber bei einer massiv blutenden Frau vielleicht doch etwas gefährlich?! Ich meine, die Frau hat später Bluttransfusionen benötigt und hatte einen HB von 5,5!

    Gerade weil ich für die Möglichkeit von selbstbestimmten und selbstgewählten Hausgeburten kämpfe, bereiten mir solche Berichte ein Drücken im Magen. Da machen Hebammen und Frauen sich nämlich sofort wieder des Vorwurfs verdächtig, allzu leichtsinnig da dran zu gehen und bewusst die Gefährdung von Menschenleben in Kauf zu nehmen.

    Ich möchte darum hier noch mal darauf hinweisen, dass die wenigsten Frauen und Hebammen so denken oder agieren! Sicherheit steht bei den allermeisten an allererster Stelle! Esoterik und Aberglauben haben meines Erachtens in der Geburtshilfe ohnehin nichts zu suchen und wenn eine Komplikation eintritt, muss eine adäquate medizinische Hilfe aufgesucht werden!

    Ich fände es sehr schade, wenn durch solche Berichte wieder ein falsches Bild auf die Hausgeburtshilfe fällt. Und auch auf die Doulas, die sicher neben den Hebammen ihre Berechtigung haben.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sophie,

      ich habe es etwas anders gelesen als du. Die Doula schreibt für die Gebärende im Anschluß immer einen Geburtsbericht. Der darf und kann sicherlich andere Schwerpunkte setzen als eine 1:1 Beschreibung der Geschehnisse. Ich lese ihn nicht als esoterisch oder Schönfärberei, sondern sehe in ihm einen andern Fokus, der auf der inneren Stärke der gebärenden Frau liegt. Mal ganz abgesehen vom Geburtsverlauf. Also als eine schöne Erinnerung für die Mutter. So sehe und lese ich ihn. Sich dort kritisch mit dem Geburtsverlauf auseinanderzusetzen ist sicherlich nicht unbedingt gewünscht gewesen – auch von Seiten der Mutter… vielleicht zum besseren Verständnis für dich.

      Ob und inwieweit die Hebamme falsch oder fahrlässig gehandelt hat, kann und will ich anhand dieser beiden Beiträge nicht beurteilen, weil ich weder die fachliche Kompetenz dazu habe noch selbst dabei gewesen bin. Denn beide Texte sind sehr subjektiv eingefärbte Schilderungen und keine objektiven Berichte.
      Zudem weiß ich nicht, inwieweit es auch Unterschiede in den Hausgeburtsrichtlinien zwischen Deutschland und Österreich bestehen und inwieweit diese eingehalten oder überschritten worden sind.

      Ich habe hier auch absichtlich den ersten Teil nicht unabhängig vom Zweiten stehen lassen, denn sonst hätte ich wichtige Fakten dem Leser vorenthalten. Es lief nämlich nicht alles rosarot ab! Das sagt die Mutter ganz deutlich.

      Etwas entsetzt bin ich, dass durch die Gastbeiträge Hausgeburten in Verruf bringen soll. Du weißt, dass es definitiv NICHT mein Anliegen ist. Sehr schade, dass du das von mir glaubst.
      Das macht mich sehr traurig.

      Was soll ich deiner Meinung jetzt tun? Löschen?

      Mother Birth

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      1. Nein, das weiß ich doch auch, dass es sicherlich nicht deine Absicht war, Hausgeburten irgendwie in einem falschen Licht darzustellen!!

        Leider finde ich aber, dass beide Berichte sich sehr gut dazu eignen, kategorisch zu sagen: Seht ihr, total gefährlich das Ganze! Vielleicht könntest du beide Berichte ein bisschen anmoderieren. Wie du aus meinem ersten Kommentar liest, wäre mir z.B. immens wichtig gewesen, klar zu sagen: Solche Komplikationen sind 1. total selten, 2. ist es das Ermessen der Frau und der Hebamme, wie lange vor Verlegung abgewartet wird und 3. gibt es sehr viele Hebammen, die weniger Risiken eingehen. Es liegt ja auch in der Verantwortung jeder Frau, vorher abzuklären, wie weit man zu gehen bereit ist und sich die dazu passende Hebamme auszusuchen. Die Berichte so unkommentiert zu lassen lässt einfach sehr viel Spielraum für kritische Gedanken. Deine Erklärung zum Doula-Bericht macht ja irgendwo Sinn. Vielleicht wäre es gut, diese schon vor den Bericht zu packen? Dann weiß die Leserin, wie sie ihn nehmen muss.

        Ich muss auch zugeben, dass ich sehr empfindlich auf alles esoterisch angehauchte reagiere. Es ist einfach so, so, so schwer die Hausgeburt aus der Eso-Ecke zu holen, da machen mich solche Berichte häufig ärgerlich. Gerade wenn es dann eben so scheint, als seien Gefahren einfach mal verklärt worden, weil war ja so gemütlich Zuhause und die Frau so weiblich und stark. Sorry für die Spitzfindigkeiten. 😉

        Nein also ich wollte dir gar keinen Vorwurf machen, sondern nur meine Sorge äußern, dass solche vielleicht etwas gedankenlos veröffentlichte Berichte eben auch zu einem negativen Blick auf die Hausgeburten beitragen können. Aber ich bin da eben auch extrem sensibilisiert und lese natürlich auch besonders kritisch.

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        1. Liebe Sophie,

          ich habe sicherlich nichts „gedankenlos“ veröffentlicht! Das tue ich nie. Ich mache mir Gedanken. Das habe ich hier auch gemacht.
          Ich wollte nicht dem Leser vorgreifen, wie der den Text zu lesen hat. Ich habe bewusst keinen Filter gesetzt. Ich wollte beide Berichte möglichst pur wieder geben.

          Mich haben diese beiden Berichte angesprochen, weil ich mich wieder erkannte. Einerseits die Stärke, die alle Anwesenden wahrgenommen haben, während ich innerlich gekämpft habe. Leise. Dieser Zwiespalt zeigen beide Text sehr gut.
          Ich habe sie mit so einer ganz andern „Brille“ gelesen als du. Was eigentlich genau genommen der Sinn war 😉 … Ich wollte dem Leser den Schwerpunkt selber finden lassen. Ist bei dir nur irgendwie nach hinten losgegangen.

          Klar sehe ich deine Kritikpunkte. Mitgehen kann ich dabei, dass die Komplikationen sehr selten sind und dass Mutter und Hebamme sich gefunden haben, in der Form wie sie Geburten gestalten möchten.
          Die Kritik an der „Eso-Ecke“ kann ich so für mich nicht unterschreiben. Ich empfinde den ersten Text nicht als esoterisch. Ich hätte auch – bzw. habe auch – solche Texte schon geschrieben. Dazu stehe ich.

          Ich werde mir es am Wochenende durch den Kopf gehen lassen, wie ich eine Lösung finden kann, die für uns beide vertretbar wird.

          Mother Birth

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          1. Ja ich denke, wir haben da sehr unterschiedliche Wahrnehmungen. Und es ist natürlich dein Blog und deswegen musst du überhaupt nix ändern! Du entscheidest ja selbst, womit du doch wohlfühlst. Und wenn die Texte für dich so gut sind, dann ist es doch auch gut. Du musst ja nicht extra für mich eine Lösung finden! 😉

            Mir war es nur wichtig, zu sagen, dass man die Berichte eben auch sehr anders lesen kann. Und wie gesagt, ich bin da auch extrem sensibilisiert, weil ich mich schon sehr lange für selbstbestimmte Geburten einsetze und einen ewigen Kampf gegen Vorurteile führe.

            Aber ich wollte dir hier sicher kein nachhaltig schlechtes Gewissen einreden! Es ist dein Blog und die Inhalte müssen zu dir passen! 🙂

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            1. Liebe Sophie,

              ich habe jetzt bei beiden Texten etwas geändert.
              Beim ersten habe ich etwas voran gestellt, beim zweiten eine Anmerkung am Ende hinzugefügt.
              Vielleicht kannst du mit diesem Kompromiss besser leben. Ich kann es. Du hoffentlich auch.

              Mother Birth

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