Blogparade, Dies und Das, Geburt, Schwangerschaft

#Blogparade: Mein After-Baby Body – Es ist nicht immer alles Gold was glänzt… Richtig.

Erst vor einigen Tagen bin ich auf die gemeinsame #Blogparade: #Letstalkabout After-Baby Body  von wunschkindwege und Zwischen Windeln und Wahnsinn gestoßen. Mal wieder auf den allerletzten Drücker. Typisch ich 😉 Aber ich will unbedingt dazu einen Text schreiben, denn es brennt mir etwas unter den Nägeln:

Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

Das gilt übrigens auch für den After-Baby Body. Wieso und warum verrate ich euch in meinem Beitrag.


Mein After-Baby-Body diesen Sommer – 10 Wochen nach der Geburt zurück zur Bikinifigur. Es ist aber nicht immer alles Gold was glänzt…

Der perfekte After-Baby-Body?!

Alle sprechen von Äußerlichkeiten – ein paar Pfunde hier und ein paar Kilos dort zu viel. Dehnungsstreifen und schlaffe Haut. Man fühlt sich nicht wohl. Die Figur von damals ist fort. Man trauert ihr nach. Bei mir hingegen denken viele:

Top-Figur! After-Baby-Body? Pah!!! Wo bitte sind denn deren Problemzonen?!

Auf den ersten Blick sicherlich richtig: ich habe keine Dehnungsstreifen und kaum ein Gramm zu viel auf den Rippen. 10 Wochen nach der Geburt meines dritten Kindes liege ich mit einem Bikini am Strand und fühle mich wohl in meiner Haut. Wenn… ja wenn da nicht noch Dinge wären… Dinge, die niemand sieht. Denn auch mein After-Baby-Body ist nicht mehr der alte. Bei weitem nicht. Aber nur weil es nicht so offensichtlich und augenscheinlich ist, heißt es noch lange nicht, dass es nicht da ist. Dass es keine Probleme gibt. Dass ich keine Probleme habe. Dass ich keine Problemzonen kenne. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt…

Problemzonen liegen auch mal im Verborgenen

Was ihr zum Beispiel nicht sehen könnt, sind die vielfältigen Probleme, die mein Beckenboden mir bereitet. Ein Problem davon sind die Schmerzen im Knie, die an einigen Tagen so stark sind, dass mir Tränen in den Augen stehen, sobald ich versuche eine Treppe zu steigen. Und was hat mein Knie nun mit dem Beckenboden zu tun? Mehr als mir lieb wäre… Da mein Beckenboden immer noch zu schwach ist, übernehmen andere Muskelgruppen in meinem Körper seine Aufgabe zur Stabilisierung. Unter anderem auch die Oberschenkelmuskeln. Diese sind aber auch schon an ihrer persönlichen Belastungsgrenze. So verhärten sie und drücken den Nerv, der zum Knie führt, ab. Daher die Schmerzen im Knie.

Ich habe das unfassbare Glück, dass ich einen großartigen Schmerztherapeuten und eine tolle Physiotherapeutin habe, die mir in der „Überbrückungszeit“, bis der Beckenboden wieder aufgebaut ist, unterstützend zur Seite stehen. Ohne meine monatelange Krankengymnastik würde ich vermutlich rein gar nichts mehr machen können vor lauter Schmerzen. Das ist die Wahrheit. Perfekt ist hier gar nichts. Mein After-Baby-Body hat seine Schwächen und Schwachstellen. Man kann sie nur nicht sehen, aber sie machen mir Probleme – meine Problemzonen liegen halt im Verborgenen…

Und von einer Rektusdiastase, die dem Grand Canyon ähnelt, möchte ich jetzt mal gar nicht anfangen… *weinend ab*

Keine Gewichtsprobleme? – Doch!

Man könnte meinen, dass es nicht Erstrebenswerteres gibt, als gleich nach der Geburt kein Gramm zu viel auf den Rippen zu haben. Wenn die Waage schon 1 Woche nach der Geburt das Ausgangsgewicht anzeigt.

Bewundernswert? Beneidenswert? Erstrebenswert? NEIN! Definitiv nicht. Denn daraus ergeben sich andere Probleme. Ebenfalls unsichtbar für andere. Ich müsste eigentlich während des Stillens meine Energiereserven zeitgleich auffüllen, was natürlich praktisch nicht immer und überall umsetzbar ist. Da ich aber kein Polster habe, von dem ich zehren könnte, ist es bei mir auch nach 6 Monaten noch so, dass ich bei durchgestillten Nächten massive Kreislaufprobleme bekomme. Dass mein Magen schmerzhaft zu krampfen anfängt, während die Milch aus meiner Brust fließt. Die Energie – meine Energie – fließt förmlich aus mir hinaus. Manchmal wünschte ich mir wirklich diese kleinen niedlichen Fettpölsterchen auf meinen Hüften oder an meinem Bauch herbei. Nicht immer an Limit sein zu müssen. Nicht immer darauf achten zu müssen, mir genug Energie zu zuführen. Auch hier ist mein scheinbar so perfekter After-Baby-Body gar nicht so perfekt, wie man vielleicht meinen mag.

Meine Narben erzählen eine Geschichte –  meine.

Jede der drei Geburten hat an meinem Körper Spuren hinterlassen – Narben: eine Sectionarbe und 2 Dammnarben. Meinen Geburtsverletzungen wird von anderen mehr Beachtung geschenkt als von mir. Sie sind für mich nur drei Narben – drei von vielen, die meinen Körper zieren. Ja, zieren. Sie alle erzählen eine Geschichte. Meine Geschichte. Sie gehören zu mir. Sie gehören zu meinen Geburten. Sind Teil davon. Erzählen davon, wie meine Kinder das Licht der Welt erblickt haben. Sie sind Zeugen des Wunders der Geburt.

Eines muss ich hier aber ehrlicherweise zugeben: die Kaiserschnittnarbe hat anfangs Probleme gemacht. Großflächig hatte ich ein massives Taubheitsgefühl. So, als ob dieser Teil des Körpers nicht zu mir gehören würde. Ich spürte ihn nicht. Mochte mich dort selbst nicht berühren. Eine Narbenentstörung beim Osteopathen hat nach 5 langen Monaten Abhilfe geschaffen. Dafür bin ich sehr dankbar und kann nur jeder anderen Frau mit ähnlichen Problemen dazu raten.

Ein langer Weg…

Tägliches Beckenbodentraining ist für mich selbstverständlich geworden. Aber ich brauche Zeit und Geduld. Niemand sieht diese Mühen. Andere werden beglückwünscht, dass sie so und soviele Kilos verloren haben. Ich warte vergebens auf ein nettes anerkennendes Wort, denn niemand sieht, dass sich was verändert hat, dass ich dafür hart arbeiten musste. Und genau dann ärgern mich blöde Kommentare zu meinem ach so perfekten After-Baby-Body maßlos. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt…

 

*EURE MOTHER BIRTH*

 

#AfterBabyBody #Beckenboden #Bikinifigur #Blogparade #Dammnarbe #Dehnungsstreifen #Gewicht #Gewichtsprobleme #Kaiserschnittnarbe #Krankengymnastik #Letstalkabout #Narbe #Narbenentstörung #Physiotherapie #Problemzonen #Rückbildung #Rektusdiastase #Schmerzen #Taubheitsgefühl

 

 

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11 Gedanken zu „#Blogparade: Mein After-Baby Body – Es ist nicht immer alles Gold was glänzt… Richtig.“

  1. Liebe Motherbirth!
    Ich habe Deinen Beitrag mit in die Linksammlung aufgenommen, vielen lieben Dank für Deinen ehrlichen Beitrag, der die ganze Thematik auch mal von der anderen Seite aus beleuchtet; genau so einen Austausch haben wir uns für unsere Blogparade gewünscht! ❤
    Ohja, die „nicht sichtbaren“ Spuren, die den After Baby Body zieren, sind wahrlich nicht zu verachten. Vor allen Dingen wenn man dabei solche Schmerzen hat wie Du. 😔
    Ich drücke dir die Daumen, dass Du bald wieder „auf dem Damm“ bist.

    Ich hatte das Pech, einige „nicht sichtbaren“ Spuren gepaart mit „Michellin-Männchen“ zu haben. Auch doof 😏😂

    Schön finde ich, wie Du von Deinen Narben schreibst, denn ich empfinde da ganz ähnlich:
    Meine erste Geburt war eine (von mir gänzlich ungewollte) Sectio – es hat seeehr lange gedauert, bis ich sie akzeptiert habe, anfassen konnte und letztlich sogar sagen konnte: „Ich bin stolz auf sie und möchte sie nicht mehr hergeben!“
    Es hat auch sehr lange gedauert (mehrere Jahre), bis die Wulst weg war und ich wieder Empfindungen im Areal hatte.

    So, nun höre ich auf, Dein Kommentarfeld zu sprengen 😂 – hab nochmal vielen Dank für Deinen einzigartigen, tollen Artikel! Vielleicht bist Du ja bald mal wieder dabei?
    Ich würde mich sehr freuen! 😊
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Niemand sprengt mein Kommentarfeld! Ich finde den Austausch wunderbar und freue mich immer sehr, wenn ich regen Kontakt dadurch mit meinen Lesern und anderen Bloggern haben kann. Also immer gerne weiter schreiben 😉 …

      Nach meiner (ungewollten) Not-Sectio bei K1 hatte ich ein sehr großes völlig taubes Areal, dass vom Bauchnabel bis Mitte der Oberschenkel reichte. Ich mochte es auch nicht berühren. Dann bekam ich zum Glück nach etwa 5 Monaten den Tipp zur Narbenentstörung zum Osteopathen zu gehen. Eine sehr schmerzhafte Sitzung, aber die mir die volle Empfindsamkeit zurückgeben hat.
      Die Narbe an sich ist für mich jetzt wie alle andern auch – und noch nicht einmal die größte am Bauch 😉

      Ich würde mich freuen mal wieder bei einer euer Blogparaden mitzumachen. Vielleicht schaffe ich es ja wieder, das Thema von einer anderen Seite zu beleuchten 🙂

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt mir

  2. Wow! Toller Artikel, der sich mal nicht nur mit diesem oberflächlich sichtbaren After-Baby-Body befasst. Denn zum Körper gehört doch so viel mehr als nur Fett und Muskeln. Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg zum Wohlbefinden alles Gute!
    Liebe Grüße
    Linda

    Gefällt 1 Person

    1. Danke, liebe Linda ❤

      Mich hat es auch extrem gestört, dass die Äußerlichkeiten so einen großen Raum in der Diskussion um den After-Baby Body einnehmen. Denn gerade Beckenbodenprobleme belasten sehr viele Frauen, aber anscheinend spricht Frau darüber noch nicht so viel. Das finde ich sehr schade. Deshalb wollte ich mit diesem Beitrag unbedingt an der Blogparade teilnehmen.

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

  3. Danke für deinen Artikel !Das musste eindeutig auch mal gesagt werden!
    Auch mir geht es so, dass ich (6 Monate nach der Geburt) auf mein Gewicht aufpassen muss, dass ich zumindest beim Ausgangsgewicht bleibe. Das können sich die Meisten einfach nicht vorstellen, dass so was auch schwer sein kann. Und wie mich dieses „iss mal was“ auf die Palme bringt…
    Und bei mir sind es die Füße, die meinen Bebo noch unterstützen und ausgleichen. Jeden Tag Schmerzen beim Aufstehen und Treppenlaufen haben, ist wahrlich nicht schön. Aber es wird….

    Und nun klopfst du dir selbst ganz arg auf die Schulter für deine Mühen, deinen Ehrgeiz und deine Fortschritte!

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Manu,

      danke für deinen Kommentar. Ich fühle mich so oft einsam mit meinen Problemzonen.
      Ich empfinde es auch als sehr anstrengend immer aufs Essen achten zu müssen. Es reicht ja auch nicht einfach nur zu essen, es müssen auch die Kalorien stimmen. Sind es zu wenig, habe ich sofort ein Problem. Im Durchschnitt brauche ich am Tag etwa 4000 kcal – ich stille ja auch noch Tandem…

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt mir

Hinterlasst mir hier gerne einen Kommentar! Ich würde mich sehr darüber freuen <3

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