Blogparade, Dies und Das, Familie

#Blogparade: Kinderfreundlichkeit im Alltag – „Kinder exklusiv!“ Freundlichkeit oder Ausgrenzung?

Und schon wieder lockt mich eine #Blogparade von wunschkindwege und Zwischen Windeln und Wahnsinn vor den Rechner. Diesmal geht es um #Letstalkabout: Kinderfreundlichkeit im Alltag.

Ich könnte euch jetzt tausend und eine Begebenheit zählen, in der ich mich als Familie mit Kindern unfreundlich und vielleicht sogar ungerecht behandelt gefühlt habe. Könnte mich auskotzen und mit dem Finger auf andere zeigen:

Die sollen gefälligst…!

Aber das Thema hat so viel mehr Tiefe. Bloße Schuldzuweisungen wären hier aus meiner Sicht nicht weit genug gegriffen…


 Freundlichkeit oder Ausgrenzung?

Kinder gehören dazu. Aber sind sie wirklich noch in der Mitte unserer Gesellschaft willkommen? Immer wieder sehe ich Angebote „Exklusiv für Familien mit Kindern“. Freundlichkeit oder Ausgrenzung? Diese Frage stellt sich mir dabei immer wieder. Sicherlich ist es vordergründig angenehmer in seiner Komfortzone zu verweilen. Seine selbstgeschaffene Filterbubble nicht zu verlassen. Da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen. Auch ich nutze lieber Restaurants oder Schwimmbäder, die das rundum Sorglospaket für mich bereithalten:

Still- und Wickelecke, selbstverständlich Spielzeug, vollwertiges Essen für die Kinder und eine Atmosphäre, in der ich mich mit meinen Kindern nicht exotisch und unpassend fühle.

Praktisch? Ja, absolut! Aber… es bleibt bei mir immer ein unangenehmer Nachgeschmack übrig. Denn eine bohrende Frage drängt sich in mein Bewusstsein:

Wieso sind Kinder bzw. Familien mit Kindern nicht überall eine Selbstverständlichkeit? Warum brauchen sie extra Angebote, extra Restaurants, extra Hotels, extra Schwimmbäder? Warum gibt es diese Separierung? Warum diese künstliche Ausgrenzung?

Ich fühle mich manchmal durch derartige „Exklusive Angebote“ für mich und meine Familie ausgegrenzt. Ausgegrenzt, weil immer das Gefühl mitschwingt „Man solle bzw. wolle unter sich bleiben“.

Trennen statt Vereinen

Kinder sind in unser Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich inkludiert bzw. integriert. Man erschafft für sie und ihre Familien exklusive Angebote. Es wird als Gewinn für alle verkauft, dabei ist es ein Graben, der sich durch unsere Gesellschaft zieht. Man trennt, anstatt zu vereinen. Das macht mich traurig. Denn wir alle verpassen die Chance Kinder in unserer Mitte als Bereicherung wahrzunehmen. Die Vielfalt zu feiern. Und uns auszutauschen. Offenheit zu zeigen. Das alles geht verloren, wenn wir uns nur noch in homogenen Gruppen zurückziehen – ohne Anecken, ohne Erklärungen, ohne Austausch. Wir nehmen uns selbst die Chance neue Kontakte zu knüpfen, mal über unseren eigenen Tellerrand zu schauen, neue Impulse zu bekommen und Inspirationsquelle für andere zu sein.

Offenheit ist immer eine Chance

Sicherlich ist es bedeutend einfacher nur den Austausch mit Menschen zu pflegen , die in der gleichen oder ähnlichen Lebenssituation sich befinden, die die gleichen Ansichten und Probleme haben. Aber es verengt auch den Blick. Voreingenomme Ansichten können am besten im gelebten gemeinsamen Alltag überwunden werden. Ich würde mir wünschen, dass unsere Gesellschaft wieder näher zusammenrückt. Und unsere Kinder ein gern gesehener Teil davon ist. Willkommen.

Im Grundsatz geht es um Offenheit in der Gesellschaft. Wenn Gruppen sich abgrenzen oder abgegrenzt werden, entsteht das Gegenteil einer offenen und zugewandten Gesellschaft: sie ist gespalten. Tragfähige Netzwerke kommen schlechter zustande. Das gereicht letztendlich allen zum Nachteil.

Gemeinsamkeit neu entdecken

Was ich mir wünsche? Eine Gesellschaft, die Kinder in ihrer Mitte willkommen heißt. Die sie als Teil des Ganzen sehen. Die wissen, dass auch sie ein wertvoller Teil dieser Gesellschaft sind. Und natürlich eine Gesellschaft, die endlich begreift und sich bewusst macht, dass wir für ein stabiles und funktionierendes Zusammenleben nicht ausgrenzen dürfen, sondern zusammenführen müssen. Menschen wieder an einen Tisch bringen. Begegnungen schaffen. Brücken schlagen. Missverständnisse und Vorurteile überwinden. Aber das funktioniert nur, wenn wir miteinander reden. Wenn wir wieder in Kommunikation zueinander treten. Ein Schweigen nimmt uns die Chance etwas Neues zu schaffen. Umzudenken.

Es ist an der Zeit Gemeinsamkeiten neu zu entdecken, anstatt die Unterschiede zu zementieren!

In dem Sinne: auf ein freundliches Miteinander – ob mit oder ohne Kinder 😉 …

 

*EURE MOTHER BIRTH*

 

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5 Gedanken zu „#Blogparade: Kinderfreundlichkeit im Alltag – „Kinder exklusiv!“ Freundlichkeit oder Ausgrenzung?“

  1. Da kann ich nur zustimmen!
    Kindern werden oft von der Gesellschaft negative Eigenschaften zugeschrieben, dabei vergessen scheinbar die meisten, dass sie selbst ALLE auch mal Kinder waren und in Zukunft womöglich noch eigene Kinder haben werden…

    Vor allem mein Mann hat sich schon sehr oft darüber geärgert, dass es, wenn überhaupt, nur Wickeltische im Damenklo gibt. Und wo sollen dann bitte die Männer mit ihren Babys/Kleinkindern hin?

    Alles Liebe cao

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Cao,

      den Herzensmann regt es auch immer extrem auf, dass es auf Männertoiletten nie einen Wickeltisch gibt. So muss er die Kinder immer auf dem kalten und meist nicht sonderlich sauberen Fußboden wickeln. Ein Unding!
      Wieso wird das eigentlich nicht geändert? Es ist doch mittlerweile normal, dass auch Väter ihre Kinder wickeln.
      Vielleicht sollte der Herzensmann dazu mal ranten … 😉

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt 1 Person

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