Dies und Das, Gedichte, Mother Birth, Schwangerschaft

Mutterliebe – ein Gedicht an mein Baby

Wenn die Welt draußen mal wieder düster, kalt und unnahbar erscheint,
ist da doch immer ein Licht.
Es scheint für mich – nur für mich.
Es scheint aus mir heraus.
Ich scheine, leuchte hell, strahle mit den kühlen, klaren Sternen um die Wette.
Dieses Licht erhellt meinen Tag.
Es wärmt von Innen.
Erwärmt mir das Herz.
Mir wird warm ums Herz, wenn ich an dich denke –
an dein Herz, dass im doppelten Takt zu meinem schlägt.
Das für mich schlägt, wie meines für dich.
Du bist mein Licht, mein Strahlen, mein Leben.

Du lässt mich wieder an das glauben, was ich schon so manches Mal verloren wähnte;
lässt mich glauben an Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt – an das Gute in dieser Welt.
Du bist das Gute in meiner Welt.
Rein.
Ich wünschte, ich könnte diese Reinheit ewig für dich bewahren – ich kann es leider nicht…
Aber du kannst diese Welt ein Stücken besser machen – reiner.
Deine Seele bewertet nicht, wertet nicht ab.
Sie ist liebend.
Liebe vereint.
Bringe diese Liebe in die Welt, wie ich dich in diese Welt bringen werde – mit offenen Herzen.

by Pixabay
by Pixabay

Engelsflügel flattern in meinem Bauch,
kleine Hinweise des Göttlichen,
des Wunders, das in mir wächst.
Wie aus einer anderen – heilen – Welt.
Ich werfe einen Blick auf diese Welt,
kann mich nicht satt sehen,
will, dass es nie endet
und doch weiß ich, dass die Zeit kommen wird.
Zeit, in der ich dich in meine Arme schließe,
dich umschließe,
dich herze und küsse,
dich auf meinen Händen trage – in die Welt hinaus.
Dich begleite, damit du deinen Weg finden wirst.
Dieser Weg hat schon begonnen – das wissen wir beide…

Ich schöpfe aus dem Vollen,
pure Lebensenergie,
aus der Quelle allen Seins – aus dir!
Ich bin Bewunderin des Wunders – ich bin die Schöpferin eines Lebens,
aber immer ehrfürchtig vor der gewaltigen Schöpfung, die mich klein werden lässt.
Die alles klein werden lässt.
Alles wird unbedeutend und klein.
Das Kleine hingegen wird groß und bedeutend.
Du wächst in meinem Bauch.
Mein Bauch wölbt sich mehr und mehr.
Er ist das äußere Zeichen für das innere Wachstum.
Du lässt auch mich wachsen – über meine Grenzen hinaus.
Nicht nur körperlich, nein – auch geistig erweiterst du meinen Horizont.

Ich bin dir dankbar für alles.
Für alles, was du mir bisher gegeben hast und auch für alles, was du mir in Zukunft noch geben magst.
Du bereicherst mein Sein, mein Leben, meine Zukunft.
Du bist meine Zukunft.
Kinder sind unsere Zukunft.
Eine wunderbare Zukunft.
Ich begrüße dich – meine Zukunft.
Jeden Tag aufs Neue, begeistert wie ein Kind, freudig erregt neue Ufer mit dir entdecken zu dürfen.
Du bist ein Geschenk – mein Geschenk.
Ein Geschenk des Himmels.
Ich fühle mich geehrt.
Danke.

 

*EURE MOTHER BIRTH*


Lest gerne dazu auch noch den Text: Gedichte: Herzschlag meiner Gefühlswelt – am Puls meiner Seele

Advertisements

8 thoughts on “Mutterliebe – ein Gedicht an mein Baby”

  1. Liebe Mother Birth,
    ich lese mich gerade durch all Deine Gedichte, chronologisch rückwärts. Sie sind wundervoll, so stark in der Kraft ihrer Emotionen. Ich habe früher auch so gern Gedichte geschrieben. Ganz andere und doch so gleich. Ich lasse mich treiben, ich bin in meinem Tempo, die Winterlandschaft fliegt an mir vorbei.
    Ich lese Deine Gedichte und fühle mit Dir. Vieles ist anders, als ich es kenne, und doch kann ich mich gut hinein versetzen in Deine Gefühlswelt.

    Und dann kommt dieses Gedicht. Schon nach wenigen Worten ändert sich alles.
    Es reißt mich auseinander, so wie man Stoff auseinander reißt, aber es tut nicht weh. Es reißt mich auf, bis es bei meinem Herzen ankommt, rot und warm und ungeschützt. Es pulsiert, es ist voller Leben. Es ist, als reißt jemand nach wochenlanger Verdunkelung mit einem Schwung die Vorhänge auf. Helle, leuchtende Sonnenstrahlen fallen auf meinen Körper. Eine Sehnsucht, die umbemerkt geblieben war, wird gestillt und gleichzeitig unendlich groß. Ich weine, weine, weine, jetzt schon seit einer halben Stunde, und kann nicht aufhören. Ich weine vor Sehnsucht.
    Vor Sehnsucht nach dem Gefühl, das Du hast.

    Es fühlte sich in letzter Zeit so gut an, so richtig. Ich kam zur Ruhe. Ich war so dankbar für meine älter werdenden Kinder, die mir endlich wieder Freiheiten ermöglichten, derer ich so dringend bedurfte. Allem voran ein Nachlassen der (ich sage vereinfacht:) Schmerzen, endlich weniger Tragen und mehr kindliche Selbständigkeit. Ich war geflasht davon, dass Coco versteht, auch mein Bedürfnis nach Pausen versteht und dass sie mit Maples Hilfe damit umgehen kann. Ich war geflasht von Maples wunderbarer Entwicklung, die gerade so vieles in mir heilt, und von dieser unfassbaren Geschwisterliebe.
    Da ist wieder minimaler Raum für mich. Zeit zum Durchatmen. Entlastung. Ich blühe auf. Tief verschüttete Teile von mir kommen zum Vorschein, nehmen Raum ein, und all das tut mir so wahnsinnig gut.

    Ich giere nach unbeschwerter Zeit, und sie beginnt. Als Maple so alt war wie Coco, war ich fast schon hochschwanger und Maple bereits seit Monaten gefangen in ihrer Schmerzstörung. Ich schleppte Maple ständig, ich war nur damit beschäftigt, sie in ihren Schmerzen zu begleiten. Das Baby in meinem Bauch spielte keine Rolle, es lief nebenher. Ich war mit Maple mehr als unter Volllast. Der Gedanke, wie ich mich um ein Neugeborenes kümmern sollte, war absurd. Ich erinnere mich an Gedanken, als ich mir eine Totgeburt wünschte. Ich kenne keine unbelastete Schwangerschaft. Ich beneide Dich um die Innigkeit, die Du empfinden kannst und der Du nachspürst, sehr.

    Ich habe das alles geschafft. Es ist alles gut geworden. Jetzt ist die Zeit, in der ich die Ernte dieser unfassbar anstrengenden Arbeit, die ich in meine Kinder gesteckt habe (ohne eine Wahl zu haben), zu spüren bekomme. Es ist ein Geschenk. Ein riesiges Geschenk. Es macht mich glücklich.

    All das schreibt mein Kopf.
    Während mein Herz vor Sehnsucht weint und weint und weint und nicht aufhören kann.

    Von ganzem Herzen alles Liebe!
    Mo

    P. S. Das war jetzt ein ganzer Blogbeitrag. 😅

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Mo,

      wow, tatsächlich ein eigener Blogbeitrag 😉 … und irgendwie fast genauso poetisch wie meine Gedichte (finde ich zumindest).
      Ich kann deinen Zwiespalt sehr gut verstehen. Einerseits die Sehnsucht, die du verspürst, andererseits den Freiraum, den du dir endlich errungen und auch mehr als verdient hast. Zwei Herzen schlagen in deiner Brust und beide haben ihre ganz eigene Berechtigung. Dass du zur Zeit Raum brauchst – für dich, ist richtig und wichtig. Tue dir – nur dir – mal endlich was Gutes! Genieße deinen größer werdenden Freiraum. Atme durch.
      Ich umarme dich aus der Ferne ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt mir

  2. Wow!

    Was für ein tolles Gedicht.
    So viel Liebe und Gefühl. Ich kann das Strahlen fühlen, ohne dich zu sehen. Ich kann die Liebe spüren und die Nähe zwischen euch.
    Ich fühle mich sofort wieder an diese Emotionen erinnert und ich denke jeder Mutter geht es genauso. 💞

    Ich bin sehr geehrt und beschenkt, dass du durch mich zu so etwas inspiriert fühlst.

    Lg Scirleah

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Scirleah,

      du hast mich inspiriert – sehr sogar! Und dafür bin ich dir dankbar ❤
      Mich berührt es sehr, dass du die Gefühle aus meinem Worten ebenfalls spüren kannst. Ein besseres Kompliment kannst duo mir nicht machen! Danke ❤

      Liebe Grüße
      Mother Birth

      Gefällt mir

Hinterlasst mir hier gerne einen Kommentar! Ich würde mich sehr darüber freuen <3

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s